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US-Soldat im Bunker 0 des Walpersbergs 1945
April 1945US-Soldat · Bunker 0US-amerikanische Aufnahme · Archiv GFW Walpersberg e. V.

Befreiung und alliierte Aufklärung

Im Frühjahr 1945 erreichten amerikanische Truppen den Walpersberg. Sie fanden ein riesiges, unfertiges Rüstungswerk – und begannen sofort mit der Dokumentation. Das Ziel: Die technischen Geheimnisse des Dritten Reiches zu verstehen, bevor die Sowjetarmee das Gebiet übernahm.

19. März bis 1. Juli 1945

105 Tage, die den Walpersberg veränderten

Am 19. März 1945 fotografierte ein britisches Aufklärungsflugzeug den Walpersberg. Auf dem Luftbild waren drei Me 262 zu erkennen. Wenige Wochen später erreichten amerikanische Soldaten das Saaletal: Sie fanden gesprengte Brücken, eine noch unvollendete Rüstungsanlage und Tausende Menschen, die zur Arbeit gezwungen worden waren.

Die Befreiung beendete die Gewalt der Bewacher. Hunger, Seuchen und Unsicherheit verschwanden jedoch nicht mit dem Eintreffen der US-Truppen. Gleichzeitig begann ein Wettlauf um Akten, Flugzeugteile und technisches Wissen. Am 1. Juli setzte schließlich der Wechsel zur sowjetischen Besatzung ein.

Chronologie

Vom Luftbild zur Besatzungsübergabe

Die folgenden Stationen verbinden Luftbildauswertung, amerikanische Nachberichte, technische Untersuchung und die humanitäre Lage. Jede Karte lässt sich aufklappen.

Eine Maschine der fotografiert den Walpersberg. Auf der Aufnahme der RAF-Serie sind drei Me 262 zu erkennen. Damit wird der bislang deutlichste alliierte Bildhinweis auf die unterirdische Flugzeugproduktion greifbar.

11.–14. April 1945

Der Weg zur Saale und zum Walpersberg

Die Animation folgt dem amerikanischen Vormarsch über vier Tage. Start drücken – die Karte führt zu den entscheidenden Stationen.

Ablauf der Befreiung11.–14. April 1945
11. April 12. April 13. April 14. April
Karte erkunden: Linien1 Stationen Einheitenmit Maus oder Finger auswählen
1 zeitlich geordnete Station rekonstruierter Vormarschkorridor Einheitenabzeichen
Ein Klick auf Marker oder Linie öffnet Datum, Einheit und Ereignis.

schildern Hunger, Krankheit und überfüllte Lager. In den Lagern 4 bis 7 stehen 700 bis 800 Menschen wegen Typhus und Ruhr unter Quarantäne; zeitgenössisch werden etwa zehn Todesfälle pro Tag gemeldet.

Mit der der 8. Gardearmee begann am 1. Juli die sowjetische Übernahme. Kahla wurde als Treffpunkt bestimmt, Sonderkommandos übernahmen bewachte Objekte und die 64. Pionier-Sappeur-Brigade sammelte sich im Raum Kahla.