Befreiung und alliierte Aufklärung
Im Frühjahr 1945 erreichten amerikanische Truppen den Walpersberg. Sie fanden ein riesiges, unfertiges Rüstungswerk – und begannen sofort mit der Dokumentation. Das Ziel: Die technischen Geheimnisse des Dritten Reiches zu verstehen, bevor die Sowjetarmee das Gebiet übernahm.
105 Tage, die den Walpersberg veränderten
Am 19. März 1945 fotografierte ein britisches Aufklärungsflugzeug den Walpersberg. Auf dem Luftbild waren drei Me 262 zu erkennen. Wenige Wochen später erreichten amerikanische Soldaten das Saaletal: Sie fanden gesprengte Brücken, eine noch unvollendete Rüstungsanlage und Tausende Menschen, die zur Arbeit gezwungen worden waren.
Die Befreiung beendete die Gewalt der Bewacher. Hunger, Seuchen und Unsicherheit verschwanden jedoch nicht mit dem Eintreffen der US-Truppen. Gleichzeitig begann ein Wettlauf um Akten, Flugzeugteile und technisches Wissen. Am 1. Juli setzte schließlich der Wechsel zur sowjetischen Besatzung ein.
Vom Luftbild zur Besatzungsübergabe
Die folgenden Stationen verbinden Luftbildauswertung, amerikanische Nachberichte, technische Untersuchung und die humanitäre Lage. Jede Karte lässt sich aufklappen.
Der Weg zur Saale und zum Walpersberg
Die Animation folgt dem amerikanischen Vormarsch über vier Tage. Start drücken – die Karte führt zu den entscheidenden Stationen.