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Getuigenis

Getuigenverklaring Leopold Turtenwald

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Onderzoeksstatus gedocumenteerd

Onderzoeksrecord

Gedocumenteerde gegevens

Persoon
Leopold Turtenwald
Rol
Zeitzeuge
Plaats
Kahla / Walpersberg
Periode
1944-1945; spaetere Niederschrift oder Befragung
Herkomst
Deutschland

Overlevering en context

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Fräulein Henriette Gerth aus Weimar/Thiir. geb.am 1.Novenber 1920 zu Kaltennordheim hat an einem englischen Fachlehrgang in der Zeit von Anfang Januar bis Ende April 1938 teilgenommen und hat die folgenden Zeugnisgrade erreicht: Sprachlicheßße 18ufigreit : sehr gut Handelsbriefs;rache s gut Dolueteshertibalisen | s sehr gut Englische Kulturkunde : sehr gut Wort- und Satslehre s sehr gut Handelskunde ı sehr Te Deutsche Kurzschrift $ 120 Silben gute Übertragung Englische Kurzschrift + 100 Silben gute Übertragung Sie hat die schriftliche und mündliche Prüfung mit folgendem Gesamtergebni bestanden Sehr gut, und ist hiernach berechtigt, sich als geprüfte nn, o Englische Fachschul-Fremäs;rachlerin 4 ( Deutscheenglische Stenografin, Korrespondentin und Dolmetscherin 3 zu beteichnen. Allgemeine Beurteilungt _ Fräulein Gerth erwies sich bei ihrer Studienarbeit als sehr fleißig, pflicht- und zielbewußt, oränungsliebend, selbständig, gründlich und zuverlässig, Sie verfügt über eine schnelle Auffassungsgabe, klares Denken und eine umfassende Allgemeinbildung. Jhre liebenswiirdige, frische, natürliche, kameradschaftliche und einsatzbereite Wesensart ist hervor- guhebene Sie wird hochgestellten Anforderungen entsprechen können und kann daher für Vertrauensstellun;en empfohlen werden. Jhre Führung in der Fachschule war ohne jeden Tadel. Fräulein Gerth wurde in Anerkennung ihrer hervorragenden Dolmetscherlei» y= und Leistungen in der Handelskunde mit je einem Preis ausgezeich= Leipzig, den 30.April 1958 ^ jez, Egon Bach eze 6 weitere ger Studienleiters p Direktor Gaterechriften z © pong rx eet jur ” an oe Stempel der Sehule Abschrift JORES-SCHULE Berufsausbildung für Dolmetscher und fremäsprachi. Korrespondenten Dresden ZEUGNIS für Fräulein Henriette © e r t h, geb. am 1.11.1920 in Kaltennordheim Nach Besuch eines fremdsprachlichen Lehrganges fand am 4.12. bis 19.12.42 die Abschlussprüfung in folgenden Pächern statt : -Ergebnis- Deutsch L 2 * a Li 13 Li = a . - - LA 5 = = + = e 200 Silben = Englisch + + «© ss è 0 ee s e see e 6 « "= Silben Französisch + +. o 0 « è « e + a a © 0 s s s — Silben Italienisch . « = e = s 0 e se e è è s + e oem Silben Diktat in die Schreibmaschine Fremdsprachen (blind, 10-Finger-System) sehr gut PET Kaufmiinnische Korrespondenz u. Ubersetzungen Englisch . + 2 è e e « 0 e e © e © e e = „ mit Auszeichnung Französisch . « 2 = è « « a a s è s = e « © mit Auszeichnung Spanisch «+ u 00 e e es see ese 0 © + === Italienisch ca = a “ L 2 e « Ea a 2 Ci En * a = ® sehr gut Russisch 6, ». o + è è 0 0 è a è 2 eee ee = ‘ Als Dolmetscher (Konversation mit Ausländern) Englisch „ + + 2 e e e a e e 0 « è + « о « mit Auszeichnung Französisch . +» 2 + è è © « на a » » + mit Auszeichnung Spanisch 2 o 2 « e e e ee ee es eee = Italienisch . . + « s e a è 0 8 a 6 6 e = « Mit Auszeichnung zn Russisch 2. 2 è 000 è è 0 0 eee a è 5 à = Die Lehrer : Die Schulleitung : ges. Le Pittschmann gez. Prof. Fischer L. Hotta Dr. Reinecke Alexandra Pianos Siegel) Arthur Busch Prüfungsbeisitzer : Mia Cleton-Lyons gez. Unterschrift Leopold Turtenwald Robert-Koch-Str. la 07407 Rudolstadt Rudolstadt, 21-01-2013 Heinrich-Jung-Verlagsgesellschaft mbH. Am Einsiedel 7 98544 Zella-Mehlis Betr.: Hinweise zum Buch „Düsenjäger über dem Walspersberg“ Sehr geehrte Damen und Herren Vor kurzem habe ich durch Zufall dieses Buch in einer Buchhandlung in Rudolstadt gesehen und gekauft. Da ich selbst (ich bin Jahrgang 1928) mehrere Male als Oberschüler der Oberschule Rudolstadt in Großeutersdorf zum Arbeitseinsatz abkommandiert wurde, möchte ich Ihnen einige Details aus dieser Zeit mitteilen. Die Einsätze begannen ca. im November 1944, liefen bis etwa März 1945 und dauerten ca. 1 bis 8 Tage. Bei den eintätigen Einsätzen wurden wir früh mit der Deutschen Reichsbahn nach Großeutersdorf gefahren und abends wieder zurück. Bei den mehreren Tagen dauernden Einsätzen sind wir in Großeutersdorf geblieben.. Wir haben in Zweigstollen geschlafen und zwar auf ca. 40 cm Strohballen, darüber eine — Decke. Die Heizung erfolgte in ca. daumenstarken Aluminium-Kabeln, die an den Wänden aufgehängt und elektrisch beheizt wurden. Die Temperaturen im Stollen lagen bei angenehmen 22° . Für Frischluft war gesorgt. Unser Arbeitsgebiet lag vor allem in der Arbeit an der späteren Landebahn d.h. Rodung von Gewächsen, Moos u. Pflanzen. Auf den so bearbeiteten Waldboden wurde dann die Startpiste betoniert. Von den Montagehallen ist mir folgendes in Erinnerung geblieben: Das Profil der Halle wurde am Berghang aus gewachsenem Fels herausgearbeitet. Um sicher gegen Luftangriffe zu sein, wurden wohl ca. 5m Eisenbeton als Decke vorgesehen. Nachdem dieses „Fels-Profil“ fertig gestellt war, hat man in einem Arbeitsgang diese ca. 5m Beton als Decke aufgetragen. Nachdem alles abgebunden war, hat man mit Baggern die zukünftige Montagehalle wieder „leer gekratzt“. An der Decke der fertigen Montagehalle waren noch Steine, Erde und Wurzeln zu sehen. Eine letzte Bemerkung zu möglichen Startterminen der ME 262. Es gibt unterschiedliche Aussagen zu diesem Punkt. Mir persönlich ist folgendes in Erinnerung: Ein Start sollte am 31. Januar 1945 erfolgen. Dieser Tag war im damaligen Großdeutschen Reich ein Feier- oder Ehrentag. Zu diesem Start sollte auch einige Prominenz anwesend sein, darunter auch der bekannte Jagdflieger Herr Galland. Mit den tief liegenden PKW’s dieser Ehrengäste war es jedoch nicht möglich, auf den vorhandenen Wald- und Forstwegen die Startbahn zu erreichen. Wir als Hitler-Jugend mussten in mühevoller Arbeit diese Wege „glätten“ und planieren. Am 3.2.1945 war es dann soweit. Die Ehrengäste waren am Rande der Startbahn versammelt und wir als Hitlerjugend sollten für den nötigen Beifall sorgen. Das hat auch alles geklappt und die ME 262 schoss über die Startbahn, überquerte das Saaletal und zog über den gegenüberliegenden Bergen mit der Leuchtenburg in den Himmel. Ich kann mich auch erinnern, dass ich nach der Wende öfters in Kahla und Großeutersdorf war und dort mit einem hohen belgischen Offizier persönlich bekannt wurde. Benutzen Sie, wenn Sie wollen, diese Aufzeichnungen als eine Ergänzung zu Ihrem Buch. Freundliche Grüße "p, р Turtenwald Ein Durchschlag dieses Schreibens geht an den Geschichts- und Forschungsverein Walpersberg e.v., Dorfstraße 7 in 07768 Großeutersdorf.

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  1. zeitzeugen_komplett.pdf (Original, 845 Seiten)