Zeitzeugnis
Zeitzeugenaussage Andre Cools
Ausführlicher Erinnerungsbericht über Verhaftung, Deportation, Lager und Arbeit bei der REIMAHG.
Forschungsstand dokumentiert
Forschungsdatensatz
Dokumentierte Angaben
- Person
- Andre Cools
- Rolle
- Zwangsarbeiter
- Ort
- Kahla
- Zeitraum
- 1944
Überlieferung und Kontext
Andre Cools
An einem sonnigen Tag im Juli komme ich gegen 9 Uhr bei Andre Cools in Wingene an.
Obwohl er immer noch viel Arbeit auf seinem Land zu erledigen hat, nimmt er sich Zeitfür
mich. Andre denkt, dass es höchste Zeit ist, dass einige Zeugenaussagen über die
Arbeiterlager von Kahla aufgeschrieben werden; die Tausenden von Toten sollten nicht
vergessen werden.
«Ich hatte für nun mehr als 18 Monate im Untergrund gelebt. Auch von mir wurde verlangt
Zwangsarbeit in Deutschland zu leisten. Wie auch immer, ich ging nicht nach Deutschland. In
diesen 18 Monaten schlief ich überall, nur nicht zu Hause.»
«Bis zum 6. August. Ich erinnere mich immer noch sehr gut daran; es war die Nacht von Sonnabend
auf Sonntag. Ich kam gegen 22.30 Uhr nach Hause ( nach Eegern, nahe Tielt); um 23.30 Uhr war
der ganze Platz umstellt und ich wurde festgenommen. Zu dieser Zeit lebte ein Faschist in unserer
Nachbarschaft, und ich bin mir ziemlich sicher, dass er mich verraten hatte.»
Nach dem Krieg hörte Andre, dass der Mann tot war. Die Bestrafung Gottes würden wir
sagen.
«Sie brachten mich zum Gefängnis in Tielt. Von da aus transportierten sie mich den darauf
folgenden Donnerstag nach Roeselaere, wo ich versuchte zu entkommen. Eine Frau und ihre
Tochter, die in unserer Nachbarschaft gelebt hatten, besuchten mich und brachten einige
Frauenkleider mit. Es war geplant, dass ich in diesen Kleidern fliehe, aber irgend jemand schlug
Alarm, so dass es sehr schwierig war zu entkommen.»
«Außer den Kleidern brachten sie mir auch 14 Kilogramm Tabak und eine Schuhbox gefüllt mit
Zigarillos. Das rettete mir mein Leben in Kahla.»
«In Roeselaere blieb ich vom 9. bis zum 11. August.»
In Belgien erzählte ein deutscher Wachmann den Gefangenen, dass sie in die Umgebung von
Weimar gebracht werden würden, in den Thüringer Wald, und dass es dort sehr schön wäre. Wie
auch immer, ich bekam davon nichts mit, sagte Andre.
«Anfang April sah ich, wie sie 27 tote Männer in die Todesbaracke brachten.»
«Bei dieser Arbeit hatten wir einen deutschen Aufseher, der ohne einen Grund anfing Leute zu
schlagen; von allen wurden die Russen am meisten geschlagen. Einmal versuchte er mich zu
schlagen, aber er traf mich nicht und verletzte sich an seinem Lkw, der hartes Gestein
transportierte. Ich fürchtete Vergeltung; wir mussten diesen Wachmann loswerden. Ein wenig
später musste das Gerüst, das die Tunnel stützte, abgenommen werden.
Ich hatte mich mit einer schweren Spitzhacke versorgt und bei einem „Unfall" fiel sie mir aus der Hand,
gerade als der Wachmann vorbei kam. Die Spitzhacke fiel auf seine Schulter. Wir sahen ihn nie
wieder und er tat mir nichts, denn ich hatte immer noch alle meine Werkzeuge. Ich konnte mich
glücklich schätzen.»
«Was wir in Kahla erlebten grenzte an Unglaublichen.»
«Ich besaß 14 Kilo Tabak und eine Box voll Zigarillos. Sie retteten mich und trotzdem wog ich
bei der Befreiung nur noch 46 Kilogramm, 51 bei meiner Rückkehr.»
Bei seiner Abreise nach Kahla wog Andre 74 Kilogramm. Trotz des Tabaks, den er gegen Brot
tauschen konnte, verlor er 28 Kilo in nur acht Monaten. Andre misst 1. 73 m.
«Wenn man von seiner Ration leben musste, war man verloren. Wir bekamen nur einen Liter
Wassersuppe und 150 Gramm Brot am Tag. »
«In der Fabrik versuchte ich Tabak gegen Brot zu tauschen. In diesem Moment kam ein Lkw, um
Beton zu liefern. Man musste seine Bitte äußern. Ich rauchte gerade eine Pfeife; so kroch ich in
die Fahrerkabine und zündete die Pfeife so an, dass er den Tabak riechen konnte. Und ja, er
rauchte auch, hatte aber keinen Tabak dabei. So konnte ich einmal mehr Tabak gegen Brot
tauschen. Er gab mir ein ganzes Brot.»
«In unserem Raum in der Baracke teilte ich das Essen. Es geht nicht, dass eine Person Essen
hat, während die anderen hungern. Einmal konnte ich einige Brotkarten für Zivilisten
bekommen, mit denen ich im Dorf Brot bekam. Auf dem Rückweg sah ich die Polizei näher
kommen. Ich flüchtete in die Büsche; in diesem Moment befand ich mich bereits im Wald
hinter Lager E. Dort rutschte ich aus, fiel und landete hinter der Baracke, in der ich schlief.
Gerade als ich die Baracke betreten wollte, bemerkte ich, dass die Wachen ihre Runden
drehten. Ich fand auf dem Dach der Baracke Schutz, an der Seite des Waldes. Meine
Kameraden sagten, dass ich Nachtschicht hätte. Jeder war froh, dass es vorüber war und unser
Raum konnte Brot und Würstchen essen.»
Je länger wir dort waren, desto mehr Tote waren zu beklagen. Die schweren Wintermonate, der
Mangel an Nahrung und Hygiene, die langen Arbeitstage und die Misshandlungen waren die
Hauptgründe dafür.
«Jemand der Typhus bekam, war in fünf Tagen tot. Man sah wie ein kräftiger Bursche zu
einem Nichts wurden. »
Andre Cools
«Anfang April sah ich, wie sie 27 tote Männer in die Todesbaracke brachten.»
«An einem Morgen erlebten wir, dass vier unserer Mitbewohner nicht mehr aufstanden;... sie
waren tot.»
«Anfang April ging ich einen Tag lang nicht in die Fabrik. Ich war nicht krank und da ich
noch Brot hatte, brauchte ich meine tägliche Essensration nicht. Aber ein SKK-Mann kam, um
zu kontrollieren, was ich noch hier machte. Ich konnte ihn mit Tabak bestechen. An diesem
Tag sah ich wie sie 27 tote Männer in die Todesbaracke brachten. In der Nacht kamen sie, um 32
Tote aufzunehmen. Damals ging das Gerücht herum, dass sie die Toten zum Leubengrund
nach Kahla brachten. Es war nicht sicher, wir hörten nie wieder etwas davon.»
«Es gab auch eine Läuseepidemie. Wenn man die Läuse in der Kleidung loszuwerden wollte,
musste man sich auf dem Boden wälzen und danach waschen; es war eine gute Methode.
Dann wurde man für kurze Zeit Herr über sie. Aber niemand durfte etwas mitbekommen,
sonst wurden die Sachen vom Boden gestohlen.»
Allmählich rückte die Befreiung näher.
«Um den 12. April herum mussten wir auf Befehl, in der Nacht zwischen acht und neun Uhr, in
der Küche antreten. Wir erhielten Brot von vier Personen. Mit sieben Personen schafften wir es
acht Brote zu erhalten. Durch drei Leute, die wir nicht kannten, traten wir als Nummer vier an
und gingen mit dem Brot weg. Von diesem Moment an war jeder auf sich allein gestellt..»
«Die Deutschen fuhren uns aus dein Lager heraus. Das Gerücht ging herum, dass sie uns an die
Front bringen würden. Ich selbst und einige andere flohen von der Kolonne und gingen zurück
ins Lager E. Der SS-Offizier, der mich zu den Zimmermännern gebracht hatte, sagte uns, dass
wir ins Lager 3 gehen sollten.»
«So gingen wir dort hin und blieben dort ein oder zwei Tage, bevor wir befreit wurden.»
«Ohne Eskorte liefen wir zu Fuß nach Weimar. Auf unserem Weg mussten wir nur Bauern
und Zivilisten um Essen bitten.»
«In Weimar erreichten wir die Gustloffwerke; dort blieben wir eine Nacht.»
«In Weimar luden sie uns auf Lkws und brachten uns zur früheren SS-Kaserne in Erfurt. Dort
fand ich Schutz für 19 Tage im Block 4. Wir schliefen auf dem nackten Fußboden, aber das
Essen war sehr gut.»
« 19 Tage später luden sie uns wieder auf Lkws und brachten uns nach Koblenz.»
Andre
Cools
«Anfang April sah ich, wie sie 27 tote Männer in die Todesbaracke brachten.»
«Wir blieben drei Tage dort; dann transportierten sie uns zum Rhein, den wir per Boot über-
querten. Mit dem Zug fuhren wir, im Rinderwaggon, nach Vervies. Die Rinderwaggons in
denen wir befördert wurden, waren immer noch mit Schafdung verschmutzt. Wir mussten es erst
reinigen, dann legten wir eine Pappe hinein, um nicht so im Dreck zu sitzen. Wir reisten einen
Tag und eine Nacht.»
«Über Erstahl kamen wir nach Vervies. In Vervies wurde jeder kontrolliert. Wir bekamen
unsere Pässe zurück, die uns bei der Festnahme weggenommen wurden.»
«In Vervies blieben wir zwei Tage in einer Pension; das Essen war ausgezeichnet.»
«Von dort aus gingen wir zur Bahnstation in Liege. Über Landen und Brüssel erreichten wir
Ghent. »
«In Genth nahm mich ein Auto mit und brachte mich nach Hause; am 12. Mai war ich endlich
wieder zu Hause. »
Andre kann die Zeit in Kahla nicht vergessen. Er nahm bis jetzt an 16 Gedenkfeiern teil.
Andre Cools
«In Kahla wurden wir alle zu einer Zeit des Elends, der harten
Arbeit, der Not und letztendlich - für viele von uns - des Todes
verurteilt.»
Frans De Geyndt
Ich besuchte auch Frans De Geyndt bei ihm zu Hause. In der Nachkriegszeit bemühte er sich als
ein früherer Gefangener des Lagers E Anerkennung für alle früheren Gefangenen des Lagers E zu
erhalten. Er hatte Erfolg. Seine Akte war die Grundlage, auf der viele frühere Gefangene als
solche anerkannt wurden.
Auch hier wurde ich freundlich empfangen. Um mir meine Arbeit zu erleichtern, hatte er
bereits seine ganze Geschichte, über seine Verhaftung und Befreiung, niedergeschrieben. Mit
seinem Einverständnis kann ich seine Zeugenaussage glücklicher Weise schriftlich in meinem
Buch aufnehmen.
«Zum Jahrgang '24 gehörend fiel ich unter das Gesetzt vom 27. April 1944, das besagte, dass alle
Männer die zum Jahrgang '20 bis '24 gehörten gezwungen waren freiwillige Arbeit für die
Deutschen zu leisten, entweder in Belgien oder in Deutschland.»
«In allen Zeitungen erschien die Anzeige mit dem letzten Termin bis zu dem sich jeder beim
Arbeitsamt vorzustellen hatte. Für mich hieß das, dass ich nach Brüssel, Naamsestraat gehen
musste.»
«Von dem Augenblick an, als ich diesen Artikel las, entschloss ich mich nicht im Geringsten für
den Feind zu arbeiten.»
«Einige Tage nach der Überschreitung des festgelegten Termins schickte mir das Arbeitsamt
einen Brief, in dem ich angewiesen wurde Zwangsarbeit in Belgien zu leisten und dass ich
mich innerhalb von 48 Stunden vorzustellen hatte, um einige medizinische Tests durchführen zu
lassen.»
«Da ich all diesen Dingen kein Vertrauen entgegen brachte, beschloss ich nicht dort hin zu
gehen um für den Feind zu arbeiten; ich musste mich verstecken. Razzien wurden eine nach der
anderen durchgeführt und ich war in der Lage einige Male zu fliehen. Deswegen entschied ich mich
zu gehen um mit meinen Großeltern in Jette zu leben.»
«Am 2. August 1944 fuhr ich zusammen mit meinem Vater mit dem Fahrrad von Ternat nach
Jette. Wir erreichten die Kreuzung von Gentse Steenweg und der Keizer Karel Straße in Saint
Agatha Berchem, wo die Straße durch zwei Männer versperrt war.»
«In Kahla wurden wir alle zu einer Zeit des Elends, der harten Arbeit, der Not und
letztendlich - für viele von uns - des Todes verurteilt.»
«'Halt deutsche, Polizei', riefen sie. Sie fragten mich nach meinen Papieren. Ich gab ihnen
meinen Ausweis, den sie mir wegnahmen. In einem ärgerlichen Ton erzählte mir einer von
ihnen, dass ich meine Hartnäckigkeit jetzt in Deutschland überdenken könne. Es war mir in diesem
Moment nicht wirklich bewusst, was geschah. Ich nahm sie nicht ernst, bis mich einer von ihnen
vom Fahrrad zog und es an den Straßenrand warf, während der andere meine Hände nahm
und mich zum Auto, das etwas weiter weg stand, führte, als ob ich der größte Kriminelle wäre.
Die zweite Person folgte uns, seine Pistole zielte auf meinen Rücken.»
«Im Auto musste ich zwischen zwei Gestapos sitzen. Auf den ganzen Weg durch die Sant
Agatha Berchem quälten sie mich und lachten mich aus. Sie sprachen deutsch mit mir, aber ich
antwortete ihnen nicht, und einer von denen, die mich verhaftet hatten, sagte, dass ich ohne
Zweifel Englisch besser als Deutsch sprechen würde. Er meinte, dass ich ein Mitglied des
Widerstandes sein könne.»
«Als erstes kamen wir im Naamsestraat in Brüssel an, ich musste mich einen Tribunal stellen. Sie
forderten mich auf meine Taschen zu leeren und alles auf den Tisch zu legen. Eines der Dinge,
die ich aus meiner Tasche holte, war ein englischer Text, der in meiner Manteltasche war. Es
war eine Notiz meines letzten Schultests, den ich Ende Juni geschrieben hatte. Als sie diesen Text
sahen - von dem ich wahrscheinlich kein Wort verstand - nahmen sie an, dass ich ein englischer
Spion sei und sie sagten mir, dass ich zur Bestrafung nach Deutschland geschickt werden
würde, um dort zu arbeiten.»
«Nach der Befragung schickten sie mich zur Polizeikaserne über die Straße de la Couronne in
Etterbeek, wo sie mich mit anderen jungen Männern einsperrten. Die Zeit vom 2. bis zum 8.
August verbrachte ich in großer Unsicherheit; das Essen, das wir bekamen, war sehr schlecht und
wir schliefen auf Stroh in einer Scheune.»
«Am Nachmittag des 8. August 1944 mussten wir unter der Aufsicht deutscher Militärs zum
Bahnhof nach Etterbeek, wo ein Zug . wartete, der uns zu einen unbekannten Ziel nach
Deutschland bringen sollte.»
«Am Bahnsteig gab uns das Rote Kreuz jedem ein Essenspaket. In jedem Waggon saßen
deutsche Soldaten. Am Anfang und Ende des Zuges waren Maschinengewehre angebracht, um
Ausbrüche zu vermeiden. Mehr als einmal wurden junge Männer, die versuchten zu fliehen,
erschossen.»
«So setzte sich der erste Konvoi in Bewegung und wir kamen in einer kleiner Stadt an, die
Kahla genannt wurde.»
«Nachdem wir einige Kilometer gelaufen waren, erreichten wir eine große Wiese am Dorf
Eichenberg, nahe einem Wald. Die meisten Nächte musste wir draußen schlafen, denn es
waren nicht genug Baracken da. Sobald sie fertig waren, wurden wir in Gruppen aufgeteilt, um
für verschiedene Firmen zu arbeiten, wo wie verpflichtet waren die größte deutsche
unterirdische Waffenfabrik zu bauen. Das war der Beginn einer langen Zeit voller Elend,
harter Arbeit, der Not und letztendlich - für viele von uns - des Todes.»
Franz De Geyndt
«In Kahla wurden wir alle zu einer Zeit des Elends, der harten Arbeit, der Not und
letztendlich - für viele von uns - des Todes verurteilt.»
In diesem Text erwähnte Frans, dass die schreckliche Zeit in Kahla bekannt ist und schreibt über
sie; er geht nicht all zu sehr ins Detail. Während meines Besuches erzählte er mir einige wichtige
Dinge, die ich besonders herausstellen möchte.
«Ich arbeitete als Zimmermann und als Angestellter eines Fußbodenlegers. Ich hatte nur an
zwei verschiedenen Stellen gearbeitet.»
«Als wir in verschiedenen Schichten eingeteilt wurden, wurde ich angestellt, um eine
Eisenbahnstrecke von Orlamünde zum Berg Walpersberg zu bauen. Erst mussten wir einige
Erdarbeiten erledigen und danach mussten Schienen verlegt, Steine und Spitzhacken
zerschlagen werden... »
«Während der Erdarbeiten mussten wir den Abfall auf 20 Waggons eines kleinen Zuges
laden. Immer zwei Mann pro Waggon; ich bildete ein Paar mit einem jungen Mann aus West
Vlaanderen. Nach zwei Tagen rann das Blut aus meinen Händen. Wir mussten in mörderischer
Geschwindigkeit arbeiten, während deutsche Soldaten uns anschrien: „Loss, Mensch, arbeiten!
Schneller, schneller! ! »
«Wenn einer der Waggons gefüllt war, alle mussten voll sein, konnte der Zug sie wegfahren.»
«Der Junge, mit dem ich arbeitete, schrie mich immer an, dass ich schneller arbeiten solle. Ich
antwortete ihm, dass ich das wirklich wollte, aber ich konnte nicht schneller. Ich kam gerade von
der Schule und war solche harte Arbeit nicht gewohnt.»
«Der Junge bemerkte, dass ich Tabak besaß und versprach ein wenig härter zu arbeiten, wenn ich
ihm etwas Tabak geben würde. So gab ich ihm welchen. Nun, dieser Junge hat sich hier zu Tode
gearbeitet; er schaffte es bis Dezember.»
«Die Arbeit an den Schienen war grauenhaft. Es waren 20 Grad Celsius unter Null und die
Schienen froren an unseren Händen fest.»
«Vom November bis zur Evakuierung des Lagers arbeitete ich in .den Bunkern. Zusammen
mit vielen anderen Männern arbeitete ich an einer großen Betonmaschine; es war
Akkordarbeit. Zwölf Stunden am Stück mussten wir Betonsäcke von einem zum anderen
weitergeben; all dies lief unter der Aufsicht deutscher Wachmänner ab.»
«Das Essen, das wir in Kahla bekamen, war nicht ausreichend: ein Liter Wassersuppe und 200
Gramm Brot am Tag. Die Leute starben wie Fliegen. »
«Glücklicher Weise hatte ich eine gut gefüllte Tasche von zu Hause: zwei Boxen, von denen
jede 50 Packungen Zigaretten enthielt und einige Packungen Tabak. Ich hatte auch zwei
Kilogramm Zucker.»
«Der Tabak rettete mein Leben in Kahla. Den größten Teil davon tauschte ich mit deutschen
Soldaten gegen Brot. Das wenige Essen extra rettete mein Leben.»
Franz De Geyndt
«In Kahla wurden wir alle zu einer Zeit des Elends, der harten Arbeit, der Not und
letztendlich - für viele von uns - des Todes verurteilt.»
«Mit dem Zucker rettete ich einem anderen das Leben. Um Dezember herum hatte ich meinen
Zucker kaum angerührt und versuchte ihn solange wie möglich aufzubewahren. Die
Lebensumstände in Kahla waren sehr schlecht und ich dachte, dass die Situation, je länger der
Krieg dauern würde, nicht besser werden würde.»
«Um diese Zeit herum fing ein Kamerad, der in derselben Baracke wie ich schlief, an Blut zu
spucken, was ihn zunehmend schwächte. Stück für Stück verabreichte ich ihm die zwei
Kilogramm Zucker, die ihm seine Kräfte wiedergaben.»
Frans kannte noch jemanden, der im Lager 0 überlebte.
«Ich weiß, dass der Junge ins Lager 0 geschickt wurde; ich hörte lange nichts von ihm. Als ich
zurück nach Hause kam, kam seine Familie um zu fragen, ob ich wüsste, ob er noch am Leben
sei. In diesem Moment traute ich mich nicht zu sagen, wo er hingekommen war; ich sagte
ihnen nur, dass er am Leben war, als ich ihn das letzte Mal sah, wir aber den Kontakt verloren
hatten. Ich befürchtete, dass der Junge tot war. Einige Wochen nach meiner Rückkehr kam
auch er nach Hause. Es gab nicht eine Stelle an seinem Körper, die nicht von Hundebissen
verletzt worden war.»
Allmählich kündigte sich die Befreiung an.
«Zu dieser Zeit, am 7. April 1945, verließ eine Kolonne, zu der ich und mein Freund
gehörten, das Lager E.»
«Nachdem wir einige Kilometer gelaufen waren, schafften wir es unseren Führern zu
entkommen. Wir ließen uns von einem Hügel rollen und taten so, als ob wir tot wären, bis die
Kolonne an uns vorbei gezogen war. Während der ganzen Nacht versteckten wir uns im
Wald. Am Morgen sahen wir kleine Gruppen von Menschen, die hier entlang gingen.»
«Am nächsten Tag und den folgenden Tagen war die Umgebung Ziel schwerer Luftangriffe.
Alliierte Flugzeuge schossen auf alles, was sich bewegte. Wir waren zu Tode erschrocken und
baten um Schutz in einem nahegelegenen Bauernhof Sie hielten uns für Kriminelle und
verboten uns eines der Häuser auf dem Gelände zu betreten. Nach Betteln und Drängen
durften wir außerhalb des Hofes in einem offenen Gebäude bleiben, jedoch auf eigene Gefahr hin.
Sie hofften, dass die Polizei uns bald verhaften würde.»
«Wir blieben dort in größter Unsicherheit und in mitten der Grausamkeiten des Krieges für
vier Tage und Nächte. Die Frau des Bauern oder seine Tochter versorgten uns im Geheimen mit
Rüben, damit wir nicht an Unterernährung sterben würden.»
«Am 14. April 1945 tauchten die ersten amerikanischen Panzer auf der Straße auf. Das
bedeutete das Ende unseres Elends.»
Franz De Geyndt
«In Kahla wurden wir alle zu einer Zeit des Elends, der harten Arbeit, der Not und
letztendlich - für viele von uns - des Todes verurteilt.»
«Als wir unsere Befreier sahen, waren. wir überwältigt von Hoffnung und Freude. Wir
verließen unser Versteck und rannten zu den amerikanischen Soldaten und erzählten ihnen was
mit uns geschehen war.»
«Sie gaben uns Brot und andere schmackhafte Sachen, aber sie hatten keine Zeit mehr, um auf uns
aufzupassen.»
«Unser Interesse bestand darin so schnell wie möglich nach Hause zurück zukehren. Aber wie
sollten wir das machen? Wir begannen zu laufen.»
«Nach drei Tagen erreichten wir eine Stadt, die Weimar genannt wurde, und 30 Kilometer
weit weg von Kahla war.»
«Von da aus fuhren uns Armeefahrzeuge zur SS-Kaserne nach Erfurt. Alle Belgier, die in den
letzten Tagen herumgeirrt waren, wurden hier versammelt und erwarteten ihre Rückkehr in ihr
Heimatland. Stück für Stück kamen Armeefahrzeuge, um die früheren Gefangenen einzu-
sammeln.»
«Nach drei Wochen waren wir an der Reihe. Ein Armeeflugzeug brachte uns nach Vervies, wo
wir entlaust wurden. Von dort aus wurden wir zu einem Zug nach Nordbrüssel gefahren, wo ich
am 12. Mai 1945 ankam.»
Franz De Geyndt
«Wenn man von- seiner Essensration überleben musste, war man im
Voraus tot.»
Karel Hermans
Am Donnerstag, dem 3. August 2000 kam ich ungefähr 13.30 Uhr bei den Hermans 's an.
Charles und Anna nahmen mich sehr nett auf Beide litten furchtbar unter Charles ` Inhaftierung in
Kahla: Anna musste ihren Ehemann neun Monate entbehren.
«In der Nacht vom 4. zum 5. August 1944 wurde ich von zwei belgischen SS-Leuten
gefangen genommen. Bis dahin hatte ich mich seit September 1942 versteckt, da ich
einberufen worden war, Zwangsarbeit in Deutschland zu verrichten. Ich kam dem nicht nach.
Zwischen September 1942 und August 1944 hatte ich bei meinen Eltern gearbeitet und schlief bei
meinem Bruder.»
«In dieser speziellen Nacht schlief ich im Haus der Eltern meiner Frau.»
Charles und Anna waren in jenen Tagen schon verheiratet. In der Nacht vom 4. zum 5.
August schlief Charles im Haus der Eltern seiner Frau. Er dachte, er wäre dort sicher. Aber die
Deutschen hatten den ganzen Block umstellt und rissen die Seitenfenster auf. Die Tür wurde
geöffnet. Charles gelang es noch in die Scheune zu fliehen und sich hinter Stroh zu verstecken.
Am Tag zuvor hatten sie Heu geholt und der Fußboden war mit Stroh bedeckt. Sein
Schwiegervater machte viel Lärm, um die Deutschen aus der Scheune zu locken, aber es hatte
keinen Zweck Sie fanden Charles unter dem Stroh liegend und inhaftierten ihn.
«Ich wurde auf dem Fahrrad zu einem Lkw gebracht, der an der Bahnstation in Vlimmeren
wartete.»
«Sie brachten mich und einige andere nach Turnhout und schlossen uns in einer Amtsstube, im
Gerichtshaus, ein.»
«Nach einigen Tagen in Turnhout wurden wir mit der Bahn zur Vandiepenbeekstraat in
Antwerpen gebracht. Wir waren vier Gefangene und paarweise mit Ketten gefesselt. Durch die
Resistance waren wir informiert, dass der Schaffner den Zug an einer Stelle langsamer fahren
lassen würde, so dass wir abspringen und fliehen könnten. Aber es kam nicht so weit. Und ich
weiß auch nicht, wie wir hätten wegrennen sollen: wir waren mit Ketten gefesselt.»
Anna erinnert sich an die Bahnfahrt als ob sie gestern gewesen wäre. Sie war informiert
worden, dass ihr Mann mit dem Zug nach Antwerpen gebracht würde und auch sie war im Zug.
«Ich blieb in Antwerpen bis zum 11. August. Anna besuchte mich dort und brachte einen
Koffer mit Brot, Tabak und Sachen.»
«Von Antwerpen brachte uns ein Zug nach Etterbeek. Beim Manövrieren im Schaerbeek
verunglückte der Zug. Drei Waggons wurden beschädigt und einige Leute verletzt. Sie
kuppelten den kaputten Waggon ab, danach setzten wir unsere Fahrt fort.»
«Während der ganzen Fahrt nach Kahla bekamen wir nichts zu essen. Wir hatten nur das Brot, das
wir von zu Hause mitgenommen hatten.»
«Von der Bahnstation in Kahla mussten wir zu Fuß zum Lager gehen und hatten unsere
Koffer zutragen.»
Als Charles ankam, war das Lager E noch im Bau. Die Küche, die Baracken des Lagerführers und
einige der Baracken waren schonfertig. Der Rest musste noch gebaut werden.
«Bei unserer Ankunft bekamen wir zum ersten Mal Essen. Aber keiner der Neuankömmlinge aß
dies. Unserer Meinung nach taugte es nicht einmal als Schweinefraß. Wir gaben es den, die
schon länger im Lager waren. Sie stürzten sich wie die Löwen darauf und plötzlich wurde uns
einiges klar.»
«Am Anfang bekamen wir Lebensmittelkarten für zwei Wochen. Die Deutschen entwerteten sie
sehr schnell, weil keinem danach war zur Arbeit zu gehen. Wir bekamen Suppe und ein Stück
Brot. Zu Beginn war es ein gutes Stück Brot, aber je länger der Krieg dauerte, um so weniger
bekamen wir. Schließlich blieben uns nur lausige 150 Gramm Brot.»
Charles arbeitete an verschiedenen Orten.
«Bis Weihnachten half ich bei dem Bau des russischen Lagers. Ich musste die Schienen
abbauen, wenn ein Tunnel gegraben wurde. Wir waren dort unter der Aufsicht eines sehr
brutalen Postens. Einmal schlug er mich mit seinem Knüppel. Er meinte, dass wir zu langsam
arbeiten und sah dies als Sabotage an.»
Die Zwangsarbeiter mussten die so genannten Berliner (kleine Karren) füllen, die die Tunnel mit
Gestein hoch und runter fuhren,... Wenn ein Tunnel gegraben worden war, wurden die Schienen
abgebaut und an einem anderen, zu bauenden Tunnel, wieder angebracht.
Karel
Hermans
«Wenn man von seiner Essensration überleben musste, war man im Voraus tot.»
«Danach war ich für kurze Zeit woanders eingesetzt: auf der anderen Seite des Berges. Ich
musste Beton, Sand und Kies für den Bau hochziehen. Sobald die Arbeit beendet war
schickten sie uns zurück zu den Schienen, zurück zu jenem unmenschlichen Aufseher. Wir
wollten durchaus nicht dorthin zurück. Wir behaupteten, wir fänden diesen Aufseher nicht mehr
und so kam ich zum Tunnelgraben.»
Vom Wachposten hing viel ab. Manchmal hatte man einen menschlichen Aufseher, aber
meistens schrien und fluchten sie wie die Hölle.
«Die Arbeit war sehr schwer. Ich sagte einem deutschen Posten, dass ich die Arbeit nicht
bewältigen könne, da das Essen nicht ausreichend sei. Er behauptete ich bekäme sogar soviel wie
er, aber nach einer Weile kam er zu einer anderen Meinung. Letztendlich verstand er
anscheinend und ich musste keine Tunnel mehr graben. Wir mussten die kleinen Karren
füllen, die anschließend mit einer kleinen Maschine aus dem Tunnel gezogen wurden.»
«Wir arbeiteten sieben Tage die Woche, Tag- oder Nachtschicht, der Walpersberg war
beleuchtet. Wenn sich Flugzeuge näherten, wurden die Lichter gedämpft und nur die Tunnel
selbst noch beleuchtet.»
Das Essen war vollkommen mangelhaft.
«Als der Krieg immer länger andauerte, wurden die Essensrationen auch immer weniger.
Hätte man von dem, was man bekam überleben müssen, wäre man im Voraus schon ein toter
Mann gewesen. Stück für Stück nahmen auch die Vorräte, von zu Hause, ab. Ich hatte nur
noch einige trockene weiße Bohnen übrig, welche wir auf dem kleinen Feuer, das wir in der
Baracke hatten, zubereiteten.»
Obwohl in der Baracke eine kleine Feuerstelle war, bedeutete dies nicht, dass auch etwas zum
Feuermach da war. Jeder versuchte einige Stückchen Holz zu sammeln. In der Zeit als Charles
im russischen Lager arbeitete, gab es noch nicht einmal mehr genug Holz um die anderen drei
Baracken zu bauen. Es muss in vielen Feuerstellen verschwunden sein und viele frierende Seelen
in der kalten rauhen Winterzeit gewärmt haben.
«Mit den Bauern tauschten wir Tabak und Schuhcreme gegen Lebensmittel. Immer wenn wir zur
Arbeit gingen, versuchten wir die Kolonne zu verlassen. Die meisten dieser Gruppen waren
unzureichend bewacht. Dann gingen wir bei den Bauern handeln oder betteln. Wenn man auf
einen Feldgendarm gestoßen ist, konnte man ernste Probleme bekommen. Mit der Ausrede,
dass man in der Nachtschicht arbeitet, konnte man sich nicht heraus reden. In den meisten
Fällen wurde man zum Lager zurück geschickt. Sobald die Aufseher verschwunden waren,
begannen wir zu rennen.»
«Nach Weihnachten starben viele unserer Kameraden. Die Lebensmittel und Zigaretten, die wir
von zu Hause hatten, waren aufgebraucht und so hatten die meisten von uns nichts mehr zum
Handeln. Die Leichen wurden eingesammelt und mit einem Lkw weggebracht. Wir hörten nie
mehr von ihnen.»
Karel Hermans
«Wenn man von seiner Essensration überleben musste, war man im Voraus tot.»
«Die Räume einer Baracke waren jeweils mit zwölf Etagenbetten ausgestattet auf denen ein
Strohsack lag. Das Stroh wurde niemals erneuert.»
«Einmal wurden wir auch entlaust. Wir mussten zu einer Baracke vor dem russischen Lager
gehen, wo wir uns waschen konnten, danach wurden wir mit Kreolin behandelt. Nur für etwa
einen Tag waren wir frei von Läusen. Es half nicht länger, da das ganze Lager voll von
Ungeziefer war.»
«Die Toiletten waren in einer separaten Baracke und bestanden aus Löchern im Fußboden,
aber die Exkremente waren überall im Lager. Wenn man Nachtschicht hatte, hatte man Glück,
denn am Tag mussten wir die Exkremente beseitigen. Wenn man keine Werkzeuge dafür fand,
musste man die bloßen Hände benutzen.»
«Zu Beginn wuschen wir unsere Hände im Bach, weil es fließend Wasser war. Später wurde das
Lager mit kleinen Wasserhähnen ausgestattet. Auch ließen wir unsere Wäsche gegen
Bezahlung von Leuten aus Orlamünde erledigen. Jemand schmuggelte sich mit unserer
Wäsche und etwas Seife von daheim aus dem Lager, um sie dort waschen zu lassen.»
Allmählich näherte sich das Ende des Krieges.
«Am Abend des 12. April mussten alle das Lager verlassen. Einige andere und ich blieben in der
Baracke. Mitternacht wurden wir während eines Angriffs entdeckt. Wir konnten wählen:
entweder weggehen oder eine Kugel zwischen die Augen.»
«So verließen wir das Lager und verbrachten zwei Nächte im Wald. Deutsche Soldaten, die
zurückwichen, gaben uns etwas Brot.»
«Am Morgen sahen wir die ersten amerikanischen Truppen kommen. Wir rannten in ihre
Richtung, aber sie schickten uns zurück ins Lager E, wo wir einen weiteren Tag blieben.
Letztendlich kamen sie und holten uns mit ihren Lastern.»
«Wir wurden zu einer Art Zentrum gebracht, wo sie jeden hinbrachten. Ich erinnere mich
nicht, wo es war. Sie entlausten uns dort und gaben uns Essen. Das Essen machte mich krank:
nach neun Monaten, praktisch ohne Nahrung und fast verhungert, ist die erste richtige
Mahlzeit die man bekommt zu fett und zu reichhaltig.»
«Diejenigen, die in einem Straflager gewesen sind, konnten das Zentrum zuerst verlassen. Sie
brachten uns nach Koblenz, wo eine provisorische Brücke über den Rhein errichtet wurde.
Koblenz verließen wir mit dem Zug nach Namen, wo sie das belgische Geld einstampften, was
wir noch hatten, weil verschiedene Scheine nicht länger gültig waren.»
Karel
H
«Wenn man von seiner Essensration überleben musste, war man im Voraus tot.»
«Von Namen nahmen wir den Zug nach Brüsselsüd. Da die Verbindung Süd-Nord in jenen
Tagen noch nicht existierte, mussten wir eine Straßenbahn nehmen oder in Richtung Brüssel
Nordbahnhof zu Fuß gehen»
«Da die Straßenbahn schon bis unters Dach überfüllt war, beschlossen einige meiner Kumpels und
ich zu Fuß zu gehen. Wir liefen einen großen Boulevard entlang, als uns eine Dame in ihr Haus
rief. Wir kamen in das Haus eines Rechtsanwalts. In unseren schmutzigen Sachen mussten
wir hineinkommen und zum Mittag bleiben. Der Rechtsanwalt rief den Bahnhof an und fragte,
wann der nächste Zug abführe und er brachte uns mit seinem Auto zum Bahnhof. Über
Antwerpen fuhr ich nach Vlimmeren; viele Leute erwarteten mich dort.»
Anna war schnell darüber informiert worden, dass Charles zurück war, weil man ihn irgendwo
gesehen hatte. Aber immer wiederfalscher Alarm. Bis zum 22. April 1945. Auf den ersten Blick
schien er für Anna in ordentlicher Verfassung zu sein. Aber er trug eine dicke Wollmütze und
einen dicken Mantel. Erst als er sich seiner Sachen entledigte, sah sie, wie furchtbar dünn er
war. Charles war 1, 83 m groß, wog aber nur 60 Kilo.
«In Kahla hatte ich Glück, dass ich nicht ernsthaft krank wurde, weil das mein Tod hätte
bedeuten können. Zu Hause wurde ich vom Essen krank; ich hatte einen ernsthaften Magen-
Darm-Katarrh.»
«14 Tage nach meiner Rückkehr nach Hause sagte mir mein Arzt, dass sich was ändern
müsse, ansonsten würde ich sterben. Ich war ein Wrack und sehr schwach. »
Wie viele andere denkt Charles noch an die furchtbare Zeit in Kahla. Er kann sie niemals vergessen.
Seit 1986 nehmen er und seine Frau an der jährlichen Gedächtnisfahrt nach Kahla teil.
Quellen und Nachweise
- zeitzeugen_komplett_ocr.pdf