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Zeitzeugnis

Zeitzeugenaussage Agostino Cingolani

Kurzer Bericht über Festnahme, Transport, Arbeit bei der REIMAHG und Flucht.

Forschungsstand dokumentiert

Forschungsdatensatz

Dokumentierte Angaben

Person
Agostino Cingolani
Rolle
Zwangsarbeiter
Ort
Kahla; Walpersberg
Zeitraum
Mai 1944 bis 1945
Herkunft
Italien

Überlieferung und Kontext

Herr Agostino Cingolani berichtet folgendes: Es geschah bei einer überraschenden Razzia in Matelia (Macerata) am 02.05.1944, als ich auf dem Feld arbeitete. Ich wurde in das Sammellager bei Macerata gebracht und am 15.05.1944 mit einem Lastwagen nach Florenz transportiert. Bei Nacht fuhren wir von Florenz in einem Viehwagen ab, nach Kahla mit einem Tag Aufenthalt in Österreich und in verschiedenen Ortschaften Deutschlands. Die Bestimmung zu den verschiedensten Arbeiten geschah ohne eine Selektion, sondern Erfolgte in zahlenmäßig gleichstarken Gruppen. Die „Kapos“ benahmen sich je nach Stimmung. Die Unterkunft war in verhältnismäßig guten Baracken, die sich allerdings mitten im Schlamm befanden. Die Behandlung während einer Krankheit war schlecht und wurde zunehmend schlechter. Die Maßnahmen des Arbeitsschutzes waren gut. In den ersten Monaten wurde noch Geld gezahlt später aber nicht mehr. Die Bekleidung war sehr notdürftig. Das Essen war schlecht und notdürftig. Auf der Arbeit wurden wir von „Kapos“ der Firma überwacht, die aber zur SS liefen, wenn es notwendig war. Später flüchtete ich in die Wälder.

Quellen und Nachweise

  1. Bericht Agostino Cingolani im Quellenbestand Zwangsarbeiter