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Zeitzeugnis

Paul Baert – Eichenberg / Walpersberg

Du wirst arbeiten bis zu stirbst «Auf der äußeren Wiese, wo wir standen, sollte Lager E aufgestellt werden. Bei unserer Ankunft gab es noch keine einzige Baracke. Während der ersten Tage schliefen wir unter freiem Himmel. Obwohl es schon ziemlich kalt in dieser Nacht war, waren wir froh, dass es so ein schöner Herbst war.» «Am folgenden Tag mussten wir alle auf Befehl antreten und sie teilten uns verschiedenen Firmen zu, die an der Konstruktion an einer der größten Untergrundfabriken für geheime Waffen in Deutschland teilnahmen. Einige von uns wurden in die Lagerkolonne eingeteilt und wir wurden für den Bau der Baracke und der anderen Einrichtungen eingesetzt; so hatten wir nach wenigen Tagen eine Behausung, obwohl es für die ungefähr 1500 Gefangenen erbärmlich war. Die Lagerkolonne musste die Baracke in Hermsdorf einreißen und in Kahla wieder aufbauen.» «Am ersten Arbeitstag mussten wir auf Befehl auf dem Apellplatz antreten. Ein hoher SS- Offizier hielt die Rede und erklärte uns, dass wir in einem Umerziehungslager gelandet waren, weil wir dem Reich geschadet haben und unter den aktuellen Umständen - das Reich war in einen Kampf um Leben und Tod mit seinen Feinden verwickelt - sollten wir bis zu dem Tag, an dem wir sterben, arbeiten. In diesem Moment - wir waren alle jung und gesund - dachten wir, dass dieser Mann verrückt sei und nur Blödsinn erzählt hatte. Jedoch sollten für viele von uns diese Worte wahr werden.» In Zusammenarbeit mit den Gustloff-Werke-Weimar hatte das Kommando der Naziarmee 95 Kompanien befohlen einen Plan aufzusetzen, welchen sie sehr streng ausführen mussten. Die Vorarbeiter, alle deutsche Bürger, alle Spezialisten in ihrer Tätigkeit wurden vom Militärdienst befreit. Sie wurden von der Reimahg-Leitung unter Druck gesetzt: wenn sie die geforderten Arbeitsnormen nicht erzielen, würden sie an der Ostfront eingesetzt werden. Das war einer der Gründe die Gefangen zu hohen Arbeitsleistungen zu zwingen. Das oberste Ziel der Reimahg- Operation war es eine produktive Luftfahrtindustrie auf Kosten von allem zu errichten, mit dem Befehl die russischen und alliierten Kräfte zu stoppen und den Krieg mit den Mitteln von neuen geheimen Waffen noch zu gewinnen. «Zuerst war ich bei der Baufirma „Ernst Linss" von Gerstungen beschäftigt, für welche wir Tunnel bohren mussten. Mit einer schweren Bohrpresse bohrten wir Löcher in die Felsoberfläche. Wir stopften diese Löcher mit Dynamit, welches Teile des Felsen wegsprengte. Es war unmenschlich harte Arbeit.» «Ab Februar war ich bei der „Tagmann" Firma von Leipzig angestellt. Unsere Arbeit bestand darin die Spitze des Walpersberges für den Bau der Startbahn abzutragen. Der Schutt wurde von Kippern weggebracht, die sog. „Berliner". Eines Tages fiel ich unter solch einen Lastwagen; er kippte auf eine Seite und ich landete unter ihm. Sie schlängelten mich aus ihm heraus. Meine Hand war verletzt, aber die Deutschen gaben mir den Befehl meine Arbeit fortzusetzen.» Paul Baert Du wirst arbeiten bis du stirbst Trotz des strengen Winters - das Thermometer erreichte 20 Grad Celsius unter 0 und die Landschaft war bedeckt von einem halben Meter Schnee - mussten sie Tag und Nacht und Tag für Tag arbeiten. Auf der Spitze des Berges machten die Arbeiter die schlimmste Anstrengung durch. Bäume wurden ausgerissen und die Spitze des Berges wurde ausgegraben für den Bau der Startbahn. Die italienischen Gefangenen, welche dort beschäftigt waren und solche strengen Wetterbedingungen nicht gewohnt waren, starben einer nach dem anderen. Diese armen Seelen wurden ersetzt durch Russen, Holländer und Belgier, welche die kalten Temperaturen besser verkrafteten. «Seitdem die Essenversorgung für die schwere Arbeit ungenügend war (3/a Liter Kohlrabisuppe, rote Beete und rote Beeteblätter und 150 Gramm Brot mit einem Löffel Fett oder Marmelade), waren die hölzernen Baracken fast unbewohnbar, es gab keine Wascheinrichtungen und es gab eine Läuseepidemie; besonders die Leute die dieses unmenschliche Leben nicht aushalten konnten, starben zuerst.» «Der Winter von 1944 - 1945 war sehr kalt. Schlechte Bekleidung und Unterernährung förderten ihren Tribut: Durchfall gefolgt von Typhus, lange Tuberkulose und Ruhr, genauso wie das Hungern bis in den Tod waren die Hauptgründe für den Tod.» «Tage und Monate vergingen; Kameraden in den Baracken starben. Die Unterernährung und die Krankheiten zerfraßen die abgekämpften Körper. Die höllische Arbeit jedoch ging weiter.» «Derjenige, der die Arbeitsanforderungen nicht erfüllen konnte, bekam nur die Hälfte der Essenskarte und ging zugrunde.» Wegen der hohen Sterblichkeitsrate im Lager E, brachten die Deutschen regelmäßig Gefangene aus Buchenwald herein. Buchenwald war ein Konzentrationslager in der Nachbarschaft von Weimar. Am 20. Dezember kamen wieder einige Franzosen aus Buchenwald ins Lager E. In dem Moment als sie herausfanden, dass die Lebensbedingungen im Lager E schlechter waren als in Buchenwald, forderten sie ihre Rückfahrt nach Buchenwald. Als Bestrafung und Beispiel für andere potentielle widerwillige Arbeiter mussten sie die ganze Nacht unter strenger Bewachung der SS draußen auf dem Appellplatz stehen bleiben. Die meisten Männer überlebten diese Nacht nicht; sie froren sich zu Tode. «In der Zwischenzeit war die erste Me262 fertig. Mit einem betäubenden Lärm und einer unglaublichen Geschwindigkeit hob das Flugzeug ab, überflog Lager E und verschwand in der Atmosphäre. Das deutsche Armeekommando hatte hohe Erwartungen an diesen Jet, der eine Geschwindigkeit von 850 km/h erreichte.» «Gegen Ende des März 1945 hörten wir das Dröhnen von Kanonen, ein Zeichen, dass sich unsere Befreier näherten." Paul Baert Du wirst arbeiten bis du stirbst «Am 1. April war Ostern und die Arbeit stand still. Das Lager war von der SS abgeriegelt. Weil wir nicht mehr arbeiteten, bekam jeder Häftling nur noch eine halbe Ration am Tag.» «Am 10. April musste sich Lager E auf dein Appellplatz versammeln. Jeder, der noch irgendwie laufen konnte, wurde aus den Baracken getrieben und musste an der Küche anhalten. Jeder erhielt eine Nahrungsration und würde von der SS an ein unbekanntes Ziel gebracht werden. Julies Saeless, belgischer Meister im Laufen (100 Meter) stand auch in der Schlange. Er machte eine falsche Bewegung und wurde in den Rücken geschossen. Er starb auf der Stelle.» «Nach diesem Vorfall wurde die Kolonne unter strenger Bewachung der SS in Bewegung gesetzt. Nach wenigen Tagen des herumwasderns im zusammengebrochenen Deutschland wurden sie von der ankommenden amerikanischen Armee befreit.» «Für mich und meine Kameraden hatte jede unserer Geschichten ein verschiedenes Ende. Weil ich zu schwach war um alleine zu laufen, hatte ich mich mit einigen anderen beim Ausweisungsbefehl versteckt, in der Hoffnung, dass wir im Lager selbst befreit würden.» «Am frühen Morgen des folgenden Tages wurde das Lager von der SS durchkämmt, die jeden brutal zum Tor trieben, den sie fanden. Am Tor lud die SS nervös alle ernsthaft kranken und sterbenden Leute auf zwei Klapperkisten, die von Bauern beschlagnahmt wurden. Der Marsch begann sofort. Ich schleppte mich selbst mit zwei Krücken weiter, weil ich zu weit Hang abwärts war. Auch die anderen, die ein Teil dieses Unglücks waren, machten wahre unmenschliche Momente durch. Es war ein Kampf gegen den Tod. Diejenigen, die nicht folgen konnten und zurückblieben, wurden von der SS, die uns begleitete, ohne Erbarmen erledigt.» «Nach einem Marsch von drei Stunden erreichten die Überlebenden ein Lager, von dem mir später erzählt wurde, dass es Lager 7 war. An diesem Ort hatten sie alle kranken und sterbenden Leute der anderen Lager von Reimahg versammelt. Im Lager E hatte ich schon erkannt, dass ein menschliches Leben in den Augen der SS nichts bedeutet, aber was ich in Lager 7 sah, war unglaublich: Hunderte von Leuten lagen auf den Boden und waren tot oder am Sterben. Es war April und es wurde schon langsam warm, was einen Geruch der Verwesung über das Lager brachte. Die Männer von Lager E verschwanden in der Masse. Die meisten von ihnen starben.» «Am 14. April wurden wir von der Armee von General Patton befreit. Es wurde jede Hilfe vom amerikanischen Roten Kreuz angeboten.» «Sie brachten mich zum Schloss von Hummelshain, das- von- den- Amerikanern- zu- einem Krankenhaus umgewandelt wurde. Bei meiner Ankunft wurden ich und die anderen Überlebendes von Krankenschwestern gepflegt und nach einer allgemeinen Untersuchung sah es - so aus als ob ich nur noch 32 Kilo wog. Ich war wie ein lebendes Skelett.» Paul Baert

Forschungsstand dokumentiert

Forschungsdatensatz

Dokumentierte Angaben

Person
Paul Baert
Rolle
Zwangsarbeiter (Belgien)
Ort
Eichenberg / Walpersberg
Zeitraum
Aug. 1944

Überlieferung und Kontext

Du wirst arbeiten bis zu stirbst «Auf der äußeren Wiese, wo wir standen, sollte Lager E aufgestellt werden. Bei unserer Ankunft gab es noch keine einzige Baracke. Während der ersten Tage schliefen wir unter freiem Himmel. Obwohl es schon ziemlich kalt in dieser Nacht war, waren wir froh, dass es so ein schöner Herbst war.» «Am folgenden Tag mussten wir alle auf Befehl antreten und sie teilten uns verschiedenen Firmen zu, die an der Konstruktion an einer der größten Untergrundfabriken für geheime Waffen in Deutschland teilnahmen. Einige von uns wurden in die Lagerkolonne eingeteilt und wir wurden für den Bau der Baracke und der anderen Einrichtungen eingesetzt; so hatten wir nach wenigen Tagen eine Behausung, obwohl es für die ungefähr 1500 Gefangenen erbärmlich war. Die Lagerkolonne musste die Baracke in Hermsdorf einreißen und in Kahla wieder aufbauen.» «Am ersten Arbeitstag mussten wir auf Befehl auf dem Apellplatz antreten. Ein hoher SS- Offizier hielt die Rede und erklärte uns, dass wir in einem Umerziehungslager gelandet waren, weil wir dem Reich geschadet haben und unter den aktuellen Umständen - das Reich war in einen Kampf um Leben und Tod mit seinen Feinden verwickelt - sollten wir bis zu dem Tag, an dem wir sterben, arbeiten. In diesem Moment - wir waren alle jung und gesund - dachten wir, dass dieser Mann verrückt sei und nur Blödsinn erzählt hatte. Jedoch sollten für viele von uns diese Worte wahr werden.» In Zusammenarbeit mit den Gustloff-Werke-Weimar hatte das Kommando der Naziarmee 95 Kompanien befohlen einen Plan aufzusetzen, welchen sie sehr streng ausführen mussten. Die Vorarbeiter, alle deutsche Bürger, alle Spezialisten in ihrer Tätigkeit wurden vom Militärdienst befreit. Sie wurden von der Reimahg-Leitung unter Druck gesetzt: wenn sie die geforderten Arbeitsnormen nicht erzielen, würden sie an der Ostfront eingesetzt werden. Das war einer der Gründe die Gefangen zu hohen Arbeitsleistungen zu zwingen. Das oberste Ziel der Reimahg- Operation war es eine produktive Luftfahrtindustrie auf Kosten von allem zu errichten, mit dem Befehl die russischen und alliierten Kräfte zu stoppen und den Krieg mit den Mitteln von neuen geheimen Waffen noch zu gewinnen. «Zuerst war ich bei der Baufirma „Ernst Linss" von Gerstungen beschäftigt, für welche wir Tunnel bohren mussten. Mit einer schweren Bohrpresse bohrten wir Löcher in die Felsoberfläche. Wir stopften diese Löcher mit Dynamit, welches Teile des Felsen wegsprengte. Es war unmenschlich harte Arbeit.» «Ab Februar war ich bei der „Tagmann" Firma von Leipzig angestellt. Unsere Arbeit bestand darin die Spitze des Walpersberges für den Bau der Startbahn abzutragen. Der Schutt wurde von Kippern weggebracht, die sog. „Berliner". Eines Tages fiel ich unter solch einen Lastwagen; er kippte auf eine Seite und ich landete unter ihm. Sie schlängelten mich aus ihm heraus. Meine Hand war verletzt, aber die Deutschen gaben mir den Befehl meine Arbeit fortzusetzen.» Paul Baert Du wirst arbeiten bis du stirbst Trotz des strengen Winters - das Thermometer erreichte 20 Grad Celsius unter 0 und die Landschaft war bedeckt von einem halben Meter Schnee - mussten sie Tag und Nacht und Tag für Tag arbeiten. Auf der Spitze des Berges machten die Arbeiter die schlimmste Anstrengung durch. Bäume wurden ausgerissen und die Spitze des Berges wurde ausgegraben für den Bau der Startbahn. Die italienischen Gefangenen, welche dort beschäftigt waren und solche strengen Wetterbedingungen nicht gewohnt waren, starben einer nach dem anderen. Diese armen Seelen wurden ersetzt durch Russen, Holländer und Belgier, welche die kalten Temperaturen besser verkrafteten. «Seitdem die Essenversorgung für die schwere Arbeit ungenügend war (3/a Liter Kohlrabisuppe, rote Beete und rote Beeteblätter und 150 Gramm Brot mit einem Löffel Fett oder Marmelade), waren die hölzernen Baracken fast unbewohnbar, es gab keine Wascheinrichtungen und es gab eine Läuseepidemie; besonders die Leute die dieses unmenschliche Leben nicht aushalten konnten, starben zuerst.» «Der Winter von 1944 - 1945 war sehr kalt. Schlechte Bekleidung und Unterernährung förderten ihren Tribut: Durchfall gefolgt von Typhus, lange Tuberkulose und Ruhr, genauso wie das Hungern bis in den Tod waren die Hauptgründe für den Tod.» «Tage und Monate vergingen; Kameraden in den Baracken starben. Die Unterernährung und die Krankheiten zerfraßen die abgekämpften Körper. Die höllische Arbeit jedoch ging weiter.» «Derjenige, der die Arbeitsanforderungen nicht erfüllen konnte, bekam nur die Hälfte der Essenskarte und ging zugrunde.» Wegen der hohen Sterblichkeitsrate im Lager E, brachten die Deutschen regelmäßig Gefangene aus Buchenwald herein. Buchenwald war ein Konzentrationslager in der Nachbarschaft von Weimar. Am 20. Dezember kamen wieder einige Franzosen aus Buchenwald ins Lager E. In dem Moment als sie herausfanden, dass die Lebensbedingungen im Lager E schlechter waren als in Buchenwald, forderten sie ihre Rückfahrt nach Buchenwald. Als Bestrafung und Beispiel für andere potentielle widerwillige Arbeiter mussten sie die ganze Nacht unter strenger Bewachung der SS draußen auf dem Appellplatz stehen bleiben. Die meisten Männer überlebten diese Nacht nicht; sie froren sich zu Tode. «In der Zwischenzeit war die erste Me262 fertig. Mit einem betäubenden Lärm und einer unglaublichen Geschwindigkeit hob das Flugzeug ab, überflog Lager E und verschwand in der Atmosphäre. Das deutsche Armeekommando hatte hohe Erwartungen an diesen Jet, der eine Geschwindigkeit von 850 km/h erreichte.» «Gegen Ende des März 1945 hörten wir das Dröhnen von Kanonen, ein Zeichen, dass sich unsere Befreier näherten." Paul Baert Du wirst arbeiten bis du stirbst «Am 1. April war Ostern und die Arbeit stand still. Das Lager war von der SS abgeriegelt. Weil wir nicht mehr arbeiteten, bekam jeder Häftling nur noch eine halbe Ration am Tag.» «Am 10. April musste sich Lager E auf dein Appellplatz versammeln. Jeder, der noch irgendwie laufen konnte, wurde aus den Baracken getrieben und musste an der Küche anhalten. Jeder erhielt eine Nahrungsration und würde von der SS an ein unbekanntes Ziel gebracht werden. Julies Saeless, belgischer Meister im Laufen (100 Meter) stand auch in der Schlange. Er machte eine falsche Bewegung und wurde in den Rücken geschossen. Er starb auf der Stelle.» «Nach diesem Vorfall wurde die Kolonne unter strenger Bewachung der SS in Bewegung gesetzt. Nach wenigen Tagen des herumwasderns im zusammengebrochenen Deutschland wurden sie von der ankommenden amerikanischen Armee befreit.» «Für mich und meine Kameraden hatte jede unserer Geschichten ein verschiedenes Ende. Weil ich zu schwach war um alleine zu laufen, hatte ich mich mit einigen anderen beim Ausweisungsbefehl versteckt, in der Hoffnung, dass wir im Lager selbst befreit würden.» «Am frühen Morgen des folgenden Tages wurde das Lager von der SS durchkämmt, die jeden brutal zum Tor trieben, den sie fanden. Am Tor lud die SS nervös alle ernsthaft kranken und sterbenden Leute auf zwei Klapperkisten, die von Bauern beschlagnahmt wurden. Der Marsch begann sofort. Ich schleppte mich selbst mit zwei Krücken weiter, weil ich zu weit Hang abwärts war. Auch die anderen, die ein Teil dieses Unglücks waren, machten wahre unmenschliche Momente durch. Es war ein Kampf gegen den Tod. Diejenigen, die nicht folgen konnten und zurückblieben, wurden von der SS, die uns begleitete, ohne Erbarmen erledigt.» «Nach einem Marsch von drei Stunden erreichten die Überlebenden ein Lager, von dem mir später erzählt wurde, dass es Lager 7 war. An diesem Ort hatten sie alle kranken und sterbenden Leute der anderen Lager von Reimahg versammelt. Im Lager E hatte ich schon erkannt, dass ein menschliches Leben in den Augen der SS nichts bedeutet, aber was ich in Lager 7 sah, war unglaublich: Hunderte von Leuten lagen auf den Boden und waren tot oder am Sterben. Es war April und es wurde schon langsam warm, was einen Geruch der Verwesung über das Lager brachte. Die Männer von Lager E verschwanden in der Masse. Die meisten von ihnen starben.» «Am 14. April wurden wir von der Armee von General Patton befreit. Es wurde jede Hilfe vom amerikanischen Roten Kreuz angeboten.» «Sie brachten mich zum Schloss von Hummelshain, das- von- den- Amerikanern- zu- einem Krankenhaus umgewandelt wurde. Bei meiner Ankunft wurden ich und die anderen Überlebendes von Krankenschwestern gepflegt und nach einer allgemeinen Untersuchung sah es - so aus als ob ich nur noch 32 Kilo wog. Ich war wie ein lebendes Skelett.» Paul Baert

Namen und Schlagwörter

  • Verlagerung
  • Untertagefabrik
  • Organisation

Quellen und Nachweise

  1. zeitzeugen.pdf – Baert