Collectieobject
Broschen
## Broschen: Stille Zeugen der Zwangsarbeit am Walpersberg Diese zwei bemalten Broschen sind berührende Artefakte der Zwangsarbeit am Walpersberg. Höchstwahrscheinlich wurden sie von **polnischen Zwangsarbeiterinnen** gefertigt, die für die **REIMAHG (Reichsmarschall Hermann Göring)** arbeiteten. Ihre Schöpferinnen waren in den umliegenden **Zwangsarbeiterlagern** in der Region, wie etwa im Lager 8 bei Bibra, untergebracht. Die Broschen sind ein Zeugnis von Kreativität, Widerstand und menschlicher Würde unter extremsten Bedingungen. ### Herkunft und Kontext Die polnischen Zwangsarbeiterinnen stellten eine der größten Gruppen weiblicher Arbeitskräfte im REIMAHG-Komplex dar. Sie waren in Lagern wie Eichenberg, Leubengrund und Kleindembach untergebracht und wurden für schwere Arbeiten im Untertage-Flugzeugwerk oder bei Bau- und Hilfsarbeiten eingesetzt. Namen wie *Krystyna Kubacka*, *Helena Dziwin* und *Maria Pawlowska* sind in den erhaltenen Listen der Zwangsarbeiter vermerkt. ### Material und Symbolik * **Material:** Die Broschen wurden vermutlich aus Fundstücken oder Abfallmaterial hergestellt, da es in den Lagern an allem mangelte. * **Symbolik:** Die einfachen Blumenmotive symbolisieren die Sehnsucht nach einem Ende des Krieges, die Erinnerung an die Heimat und die Aufrechterhaltung der eigenen Identität. Die Herstellung dieser kleinen Schönheiten war ein stiller Akt der Menschlichkeit inmitten der Lagerrealität.

Onderzoeksrecord
Gedocumenteerde gegevens
- Inventarisnummer
- 001
- Categorie
- Zwangsarbeit
Bronnen en verwijzingen
Voor dit openbare record zijn momenteel geen afzonderlijk aanwijsbare bronnen opgenomen.