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Der Geschichts- und Forschungsverein Walpersberg e. V. wurde 2005 gegründet. Seitdem engagieren wir uns als gemeinnütziger und ausschließlich ehrenamtlich arbeitender Verein für die historische Aufarbeitung des ehemaligen unterirdischen Rüstungswerks REIMAHG am Walpersberg.Wir forschen, dokumentieren und vermitteln Geschichte – vor Ort, in Führungen und künftig auch in einer eigenen Ausstellung am historischen Ort.Unterstützen Sie unsere Arbeit – mit Ihrer Zeit, Ihrem Fachwissen oder einer Spende.
Unsere Forschung, Vermittlung und der Aufbau der Ausstellung werden ehrenamtlich getragen. Mit einer Mitgliedschaft geben Sie uns dauerhaft Planungssicherheit; eine Spende unterstützt unmittelbar unsere laufenden Projekte.
Noch unsicher oder einfach auf dem Laufenden bleiben?
Wir sichern Zeitzeugenberichte, Archive und Luftbilder, um die Geschichte des Walpersbergs verständlich zu machen.
Ausstellung, Rundgänge und Gedenkorte bringen Vergangenheit an den historischen Schauplatz zurück.
Workshops und Führungen verbinden historisches Wissen mit Einordnung für Schulen und Erwachsene.
Ehrenamtliche, Partnerkommunen und internationale Kooperationen tragen unsere Arbeit gemeinsam.
Neuigkeiten, Hinweise und Pressebeiträge aus dem Vereinsleben.
Unterstützen und mitmachen – jede Hilfe zählt.
Das Projekt sammelt Erinnerungen aus Kahla und dem südlichen Saaletal und macht daraus Gespräche, Interviews, Audio-Beiträge, Texte und digitale Formate.
20 Jahre Geschichts- und Forschungsverein Walpersberg e. V. – ein Jubiläum, das Forschung, Bildung und Gedenken verbindet.
Eine kompakte Übersicht der letzten Jahre.

Friedensglocke als Zeichen für Frieden, Freiheit und Versöhnung.

Digitales Gedenkprojekt (2021): Aufgrund der Pandemie initiierte der GFW die Gedenk-Webseite remember-online.org.

Ausstellung in Italien (2020): Eröffnung einer mobilen GFW-Ausstellung (17 Tafeln) in der italienischen Partnergemeinde Castelnovo ne'Monti.

ZDF-Doku "Böse Bauten" (2019): Vereinsmitglieder führen das ZDF-Team durch das Stollensystem für die Folge 6 der preisgekrönten Reihe.

Projekt "Stolpersteine" (2016-17): Der GFW initiiert die Verlegung von Stolpersteinen in Kahla und Castelnovo ne’ Monti (Italien).

Zweite Ausgabe des Walpersberg-Journals (2016) mit neuen Forschungsschwerpunkten.
Unsere Arbeit hat einige mediale Aufmerksamkeit erreicht. Hier finden Sie eine Übersicht über 197 Medienveröffentlichungen.
Online
Zeitung Zwei Jahrzehnte ehrenamtliches Engagement für Erinnerung, Forschung und Verständigung
Großeutersdorf, 5. November 2025 – Vor genau 20 Jahren, am 5. November 2005, wurde der Geschichts- und Forschungsverein Walpersberg e.V. (GFW) gegründet. Aus einer kleinen Initiative engagierter Heimatforscher ist eine feste Größe der regionalen Erinnerungsarbeit und ein anerkannter Partner in der internationalen Gedenkkultur geworden.
Von der Initiative zum Verein
2006 begannen die Mitglieder mit dem Aufbau eines Dokumentationszentrums im ehemaligen Konsum von Großeutersdorf, das 2008 eröffnet wurde. Mit dem Kauf des ehemaligen Militärgeländes am Walpersberg im Jahr 2007 sicherte der Verein die Grundlage für seine langfristige Arbeit. Seitdem widmen sich die Mitglieder – vollständig ehrenamtlich – der Forschung, Dokumentation und Vermittlung der REIMAHG-Geschichte.
Forschung, Erinnerung und internationale Begegnung
Die 2012 neu gestaltete Dauerausstellung im Dokumentationszentrum bietet Besucherinnen und Besuchern heute einen fundierten Überblick über das ehemalige NS-Rüstungswerk und das Schicksal der dort eingesetzten Zwangsarbeiter. Ergänzt wird sie durch Vorträge, Publikationen und digitale Projekte.
Der Verein veröffentlichte mit „Düsenjäger über dem Walpersberg“ (2009), „Geheimnisvolles Thüringen“ (2011) und dem mehrsprachigen Bildband „Reimahg-Werke Lachs“ (2013) zentrale Werke zur Untertageverlagerung der Rüstungsproduktion in Thüringen. Die Walpersberg-Journale (2015 und 2016) vertieften diese Forschung durch aktuelle Beiträge und regionale Zeitzeugnisse.
Ein wichtiger Schwerpunkt ist die internationale Zusammenarbeit, insbesondere mit der italienischen Gemeinde Castelnovo ne’ Monti. Eine gemeinsame Fahrt 2015 – mit Beteiligung der Stadtgesellschaft Kahla, der damaligen Bürgermeisterin und Schülerinnen und Schülern der Regelschule – bildete den Ausgangspunkt intensiver Kontakte. Daraus entwickelte sich eine enge Freundschaft, die 2023 in einer offiziellen Städtepartnerschaft mündete. Sie zeigt, wie Erinnerungskultur Brücken über Generationen und Grenzen hinweg bauen kann.
Die 2020 gestartete Wanderausstellung „Nebenan – Zwangsarbeit in Thüringen“, die in mehreren italienischen Städten gezeigt wurde, steht beispielhaft für diese europäische Zusammenarbeit.
Führungen mit großem Interesse
Seit der Gründung bietet der Verein Führungen am Walpersberg an, die stetig wachsende Resonanz erfahren. Viele Termine sind frühzeitig ausgebucht, daher wird eine Vorreservierung empfohlen. Sonderführungen für Gruppen finden regelmäßig statt.
Für die nächste öffentliche Führung am 6. Dezember ab 9:00 Uhr im ehemaligen Militärgelände sind noch Plätze frei. Anmeldung über die Vereinswebseite.
Zwischen Denkmalschutz und Naturschutz
Alle Vereinsaktivitäten – vom Erhalt des Geländes über Forschungsarbeit bis hin zu den Besucherführungen – werden ehrenamtlich getragen. Große Teile der Anlagen stehen unter Naturschutz, da sie unter anderem der streng geschützten „Kleinen Hufeisennase“ als Winterquartier dienen. Trotz dieser Einschränkungen setzt sich der Verein dafür ein, Teile der Stollen künftig wieder zugänglich zu machen.
Neue Impulse für Gedenken und Verständigung
Ein sichtbares Zeichen dieser Haltung ist die Friedensglocke, die 2025 am Walpersberg aufgestellt wurde. Sie erinnert an die Befreiung der Lager und steht für Frieden, Freiheit und Versöhnung.
Blick nach vorn
Das Erreichte der vergangenen 20 Jahre ist zugleich Verpflichtung. Führungen, Vorträge, Recherchen und die Pflege des Geländes erfordern hohes Engagement. Der Verein freut sich über neue Mitglieder, die sich in diese Arbeit einbringen möchten.
„Allen Mitgliedern, die in den vergangenen 20 Jahren geforscht, gebaut oder organisiert haben, gilt mein herzlicher Dank“, sagt Franziska Lange, Vorsitzende des GFW. „Mit der weiteren Aufwertung des ehemaligen Militärgeländes und neuen Projekten liegt noch viel Arbeit vor uns – aber auch die Chance, das Erreichte zu sichern und weiterzuentwickeln.“
Gemeinsam möglich machen, was alleine schwer wäre.
Die Stadt Kahla ist ein zentraler Partner. Sie stellt das Rathaus für Präsentationen (z.B. Jahrbuch 2015, Bildband 2013) zur Verfügung und ist der deutsche Träger der Städtepartnerschaft mit Castelnovo ne' Monti, die maßgeblich durch den GFW initiiert und historisch begründet wurde.
Als Standortgemeinde des Dokumentationszentrums 'Walpersberg Reimahg' im ehemaligen Konsum (seit 2006/2008) ist Großeutersdorf ein fundamentaler Partner des Vereins.
Die italienische Stadt ist der wichtigste internationale Partner des GFW. Aus dieser Region stammten viele Zwangsarbeiter. Der GFW initiierte dorthin Schülerprojekte (ab 2017), 'Stolperstein'-Verlegungen (2017), eine mobile Ausstellung (2020) und erhielt von dort die 'Friedensglocke' (2025).
Der Landkreis ist der offizielle Träger der zentralen Gedenkfeiern im Leubengrund. Er war Partner bei der Erstellung der Informationstafel im Leubengrund (2010) und würdigte den GFW mehrfach für dessen ehrenamtliche Museumsarbeit (z.B. 2017).
Das italienische Geschichtsinstitut Istoreco ist der wichtigste wissenschaftliche Partner des GFW in Italien. Es unterstützte maßgeblich die Recherchen für die 'Stolperstein'-Verlegung (2017) und war Partner bei den Gedenkreisen und dem Projekt 'Friedensglocke' (2025).
Landesbehörden waren entscheidende finanzielle Partner. Das Kultusministerium förderte die Sanierung der Dauerausstellung (2012) mit 100.000 Euro. Das Ministerium förderte den Abriss des 'Café Weber' für den Parkplatzbau (2014). Lottomittel der Staatskanzlei finanzierten das 'Stolperstein'-Projekt (2016).
Seit 2013 ist das Dokumentationszentrum Walpersberg (GFW) Mitglied im Thüringer Museumsverband. Der Verband dient als wichtiges Netzwerk für die Professionalisierung der ehrenamtlichen Museumsarbeit.
Die Friedrich-Schiller-Universität Jena, vertreten durch Historiker wie Dr. Marc Bartuschka, war ein wichtiger wissenschaftlicher Partner. Sie kooperierte bei der Erstellung der Informationstafel im Leubengrund (2010) und stellte Referenten für Vorträge im Dokumentationszentrum (2009).
Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (Bergamt) ist der zentrale Ansprechpartner für alle Arbeiten am Stollensystem. Es erteilte die Genehmigungen für die Freilegung der NVA-Tore (2014) und für die Dreharbeiten von 'National Geographics TV' im Stollen (2013).
Die BImA war als ehemalige Eigentümerin des NVA-Geländes ein entscheidender Partner. Im Jahr 2007 ermöglichte sie durch den Verkauf des Außengeländes an den GFW die nachhaltige Sicherung der Gedenk- und Forschungsarbeit am historischen Ort.
Die OTZ ist der wichtigste regionale Medienpartner und berichtet seit Jahrzehnten regelmäßig über alle Aktivitäten des GFW – von Gedenkfeiern und Ausstellungseröffnungen bis hin zu Vorträgen, Schülerprojekten und Vereins-Meilensteinen.
Die TLZ berichtet, ähnlich wie die OTZ, seit vielen Jahren kontinuierlich über die Arbeit des Vereins, von den Anfängen des Museums (2006) über Führungen bis hin zu Forschungs-Updates (z.B. 'Amerika-Bomber' 2008) und Vereins-Porträts.
Der Allgemeine Anzeiger (später 'mein Anzeiger') ist ein zentraler Partner für die Ankündigung von öffentlichen Veranstaltungen wie Führungen, Vorträgen und dem Tag des offenen Denkmals im lokalen Umfeld.
Als Amtsblatt der Stadt Kahla ist es ein wichtiger Partner für die Verbreitung von Informationen über Gedenkfeiern, Schüler-Austauschprogramme (z.B. mit Castelnovo) und Buchvorstellungen (z.B. 2009) direkt in der Partnergemeinde.
Der MDR berichtet regelmäßig über die Gedenkarbeit am Walpersberg, u.a. mit Beiträgen zur Ausstellungseröffnung (2012), einem Beitrag zum 75. Jahrestag der Befreiung (2020) und der umfassenden Dokumentation 'Hitlers Geheimnisse in Thüringen' (2011).
Das ZDF war 2019 ein wichtiger Medienpartner. Der GFW ermöglichte und begleitete die Dreharbeiten im Stollensystem für die preisgekrönte Dokumentationsreihe 'Böse Bauten' (Folge 6), die die REIMAHG-Geschichte einem Millionenpublikum vorstellte.
Der GFW organisierte 2013 in Zusammenarbeit mit dem Bergamt die Dreharbeiten für den internationalen TV-Sender 'National Geographics TV'. Die Dokumentation befasste sich mit der Me 262-Produktion im Walpersberg und wurde international ausgestrahlt.
Die italienische Regionalzeitung 'Stampa Reggiana' (und verwandte Portale wie Redacon) berichtet intensiv über die Gedenkarbeit des GFW, die Städtepartnerschaft mit Castelnovo ne' Monti, die Stolpersteine und die Friedensglocke.
Die Thüringer Ehrenamtsstiftung unterstützte die Würdigung der Vereinsarbeit, indem sie 2017 die Dankeschönveranstaltung des Landkreises für ehrenamtliche Museumsbetreiber (inkl. GFW) auf der Leuchtenburg finanziell ausrichtete.
Als Koordinator des bundesweiten 'Tag des offenen Denkmals' ist die Stiftung ein wichtiger Partner. Der GFW beteiligt sich seit vielen Jahren regelmäßig (z.B. 2007, 2008, 2010, 2014, 2016, 2025) an diesem Aktionstag mit Sonderführungen auf dem Außengelände.
Seit 2013 pflegt der GFW Kontakte zu thematisch ähnlich orientierten Museen und Gedenkstätten, darunter prominent die 'Berliner Unterwelten e.V.', um durch gegenseitige Auslage von Flyern und Fachaustausch die überregionale Wirkung zu steigern.
Der Jonastal-Verein wurde bereits 2006 als 'Partnerverein' und Vorbild für das GFW-Dokumentationszentrum genannt. Es besteht ein enger Kontakt und Fachaustausch zur Aufarbeitung der Thüringer Untertage-Projekte (z.B. Vortrag 2013 im GFW-Zentrum).
Die internationale 'Fortress Study Group', eine weltweite Vereinigung von Festungs-Experten (u.a. aus UK, USA, Kanada), besuchte den Walpersberg 2007 im Rahmen einer Fachexkursion und wurde vom GFW über das REIMAHG-Gelände geführt.
Die Stiftung trat 2012 als Unterstützer (gemeinsam mit der IG Metall) der 'Erinnerungsreise auf den Spuren der Zwangsarbeit' (Jena - Walpersberg) auf, bei der das Dokumentationszentrum des GFW ein zentraler Anlaufpunkt war.
Die Geschichtswerkstatt Jena trat 2009 als direkter Kooperationspartner auf. Gemeinsam mit dem GFW organisierte sie die Sonderausstellung über die Verbrechen des 'Reserve-Polizeibataillons 101' im Dokumentationszentrum Walpersberg.
Der Partnerschaftsverein Kahla war 2016 (neben dem GFW, der Kirche und dem Bildungswerk Blitz) einer der Mit-Initiatoren des Projekts zur Verlegung der 'Stolpersteine' für jüdische Mitbürger in Kahla.
Das Bildungswerk BLITZ e.V. war 2016 (neben dem GFW, der Kirche und dem Partnerschaftsverein) einer der Mit-Initiatoren des Projekts zur Verlegung der 'Stolpersteine' für jüdische Mitbürger in Kahla.
Die Sparkassenstiftung unterstützte den GFW im Jahr 2009 mit einer Spende von 2.500 Euro. Die Mittel wurden gezielt für den Kauf von Vitrinen und Ausstellungstechnik für den Ausbau des Dokumentationszentrums eingesetzt.
Der Verein Alternative 54 e.V. trat mehrfach als Förderer auf. Er spendete 2014 neue Stühle für das Dokumentationszentrum und beteiligte sich 2016 an der Finanzierung des 'Stolperstein'-Projekts in Kahla.
Das 'Bundesprogramm Bürgerarbeit' (verwaltet über das Jobcenter) war ein entscheidender Partner, der dem GFW die Anstellung von Personal (z.B. Ricky Kuchenbecker, Ingo Zarmutek) ermöglichte (ca. 2011-2014). Dies sicherte die regulären Öffnungszeiten und die Archivarbeit.
Das Netzwerk zeichnete den GFW als 'Kulturförderverein des Monats Juni 2023' aus. Mit der Auszeichnung war eine Anschubfinanzierung von 500 Euro für die Entwicklung des neuen Audio-Guides verbunden. Die Thüringer Staatslotterie unterstützte den Preis.
Aufgrund des Status des Stollensystems als Schutzgebiet der 'Kleinen Hufeisennase' ist die Stiftung Fledermaus (bzw. die Fledermauskoordinierungsstelle) ein zentraler Ansprechpartner. Der GFW kooperierte mit ihr (z.B. 2015) bei der Prüfung (Zählungen), ob Sommerführungen im Stollen möglich sind.
Die Schlosserei Eißmann aus Kahla fertigte 2025 den stählernen Rahmen und die Aufhängung für die Friedensglocke, die auf dem GFW-Gelände aufgestellt wurde. Der Betrieb trug damit maßgeblich zur Realisierung des Gedenkprojekts bei.
Die Wohnbaugesellschaft Kahla mbH (WBG) unterstützt als kommunales Unternehmen die Gedenkarbeit und die Aktivitäten des Geschichts- und Forschungsvereins Walpersberg in der Region.
Die Schreinerei Höfner aus Kahla ist ein lokaler Handwerkspartner, der den GFW bei der Instandhaltung und dem Ausbau des Dokumentationszentrums, beispielsweise bei der Anfertigung von Ausstellungsmöbeln oder Vitrinen, unterstützt.