Regionale Erinnerungsräume
Im Fokus stehen Kahla und das südliche Saaletal mit ihren unterschiedlichen Erinnerungsorten und Erfahrungen.

Öffentliches Projekt
Ältere und jüngere Menschen aus der Region sichern gemeinsam Erinnerungen an Krieg, Nachkriegszeit, DDR, Friedliche Revolution und die Zeit nach 1990.
Gefördert von
Gefördert durch den Freistaat Thüringen aus Mitteln des Landesprogramms Solidarisches Zusammenleben der Generationen sowie durch den Saale-Holzland-Kreis und das Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie.
Projektinhalt
Das Projekt Generationen im Dialog - Geschichte erleben und weitergeben bringt ältere und jüngere Menschen aus der Region zusammen. Im Mittelpunkt stehen Erinnerungen zur Regionalgeschichte rund um Kahla und das südliche Saaletal. Thematisch reicht der Bogen von den letzten Kriegsjahren über Nachkriegszeit, DDR und Friedliche Revolution bis in die Zeit nach 1990.
Jugendliche und junge Erwachsene wirken dabei als Forschende mit. Gemeinsam mit Zeitzeuginnen, Zeitzeugen, Angehörigen, Schulen und weiteren Interessierten entstehen Gespräche, Interviews, Audio-Beiträge, schriftliche Erinnerungen, Präsentationen, Ausstellungen und digitale Formate.
Relevanz
Erinnerungen an Krieg, Diktatur, Umbrüche und Alltag verschwinden, wenn sie nicht rechtzeitig weitergegeben werden. Das Projekt schafft einen Rahmen, in dem persönliche Erfahrungen aus Kahla und dem südlichen Saaletal gehört, eingeordnet und für kommende Generationen gesichert werden können.
Wichtig ist dabei der Austausch zwischen Generationen: Ältere Menschen bringen Erfahrungen und Perspektiven ein, junge Menschen recherchieren, fragen nach und helfen dabei, Geschichte in verständliche und zeitgemäße Formate zu übersetzen. So entsteht kein reines Archiv, sondern ein gemeinsamer Lern- und Erinnerungsprozess.
Mitmachen
Melden Sie sich direkt, wenn Sie Erinnerungen teilen, Kontakte vermitteln oder sich am Projekt beteiligen möchten.
Schwerpunkte
Im Fokus stehen Kahla und das südliche Saaletal mit ihren unterschiedlichen Erinnerungsorten und Erfahrungen.
Gesucht werden Erinnerungen an Kriegsende, Nachkriegszeit, DDR, Friedliche Revolution und das Leben nach 1990.
Besonders relevant sind Erfahrungen rund um Walpersberg, Zwangsarbeit, Kriegsende und die bis heute nachwirkenden Spuren dieser Geschichte in der Region.
Ebenso wichtig sind Geschichten aus Schule, Beruf, Landwirtschaft, Vereinen, Familie und dem Alltagsleben in der Region.
Persönliche Erinnerungen erhalten Bedeutung im gemeinsamen Austausch und werden Teil eines größeren regionalen Gedächtnisses.
Aus Begegnungen können Interviews, Audio-Beiträge, schriftliche Erinnerungen, Ausstellungen, Präsentationen und digitale Formate entstehen.
Zeitzeugenaufruf
Berichte über die letzten Kriegsmonate, unmittelbare Nachkriegserfahrungen, Versorgungslagen, Alltag und Neubeginn in der Region.
Geschichten über Schule, Arbeit, Familie, Vereine, politische Erfahrungen und die Zeit der Friedlichen Revolution.
Auch wer selbst nicht erzählen möchte, kann das Projekt unterstützen, indem Kontakte vermittelt oder Materialien und Hinweise weitergegeben werden.
Auch kurze Hinweise oder vermittelte Kontakte können ein wertvoller Einstieg sein.
Beteiligung
Als Zeitzeugin oder Zeitzeuge, als Angehörige oder vermittelnde Person, als Schule oder als junger Mitwirkender mit Interesse an Recherche und Aufbereitung.
Möglich sind zum Beispiel Interviews, Recherche, Projektwochen oder andere Formen historischen Lernens mit regionalem Bezug.
Mitwirkung ist beim Fragenstellen, Recherchieren, Dokumentieren, Aufbereiten und Präsentieren möglich.
Zunächst reicht eine kurze Nachricht über das Kontaktformular. Alles Weitere wird anschließend persönlich abgestimmt, zum Beispiel als Rückruf, Erstgespräch oder Vermittlung eines passenden Kontakts.
2026 läuft der Aufbau des Projekts, die Ansprache von Interessierten und die Vorbereitung von Gesprächen, Workshops und Zeitzeugencafés.
Derzeit werden erste Kontakte gesammelt, Gespräche vorbereitet und Mitwirkende aus Schulen, Region und Zivilgesellschaft angesprochen.
Kontakt
Projektablauf
Projektstruktur, Materialsichtung und Vorbereitung erster Formate.
Öffentliche Ansprache, Erstkontakte und Aufbau eines regionalen Beteiligungsnetzwerks.
Begegnungen, Interviews, Gesprächsformate und gemeinsame Recherche.
Sichtung, Bearbeitung und Entwicklung von Ausstellungs-, Text- oder Audioformaten.
Öffentliche Vorstellung der entstandenen Materialien und Erfahrungen.
Für die nächsten Projektphasen sind weitere Erinnerungen, Materialien und Kontakte willkommen.
Fragen und Antworten
Nein. Das Kontaktformular dient nur der ersten Kontaktaufnahme. Weitere rechtliche Unterlagen werden erst später genutzt, wenn konkrete Gespräche, Aufnahmen oder Veröffentlichungen geplant sind.
Ja. Auch Angehörige, Nachbarn, Schulen oder andere Vermittler können sich melden, wenn sie den Kontakt zu Zeitzeuginnen oder Zeitzeugen herstellen möchten.
Ja. Auch kurze Hinweise, Familiengeschichten oder einzelne Beobachtungen können für die weitere Recherche und Einordnung sehr wertvoll sein.
Nein. Das Projekt lebt gerade vom Austausch zwischen Generationen. Deshalb sind ebenso Schulen, Jugendliche, junge Erwachsene und Bildungspartner ausdrücklich angesprochen.
Dokumente
Kontakt
Das Formular dient dem ersten Kontakt. Einwilligungen für Interviews, Aufnahmen oder Veröffentlichungen erfolgen später separat.