RSS-Feed anzeigen

Rondo

Auf zur Festungs-Front-Oder-Warthe-Bogen

Bewerten
Biiiep..., Biiiep..., Biiiep. Der Wecker klingelt um 5:45 Uhr. So richtig habe ich mir am Abend vorher keine Gedanken gemacht, als ich diese Weckzeit eingestellt habe. Hoffentlich ist das kein schlechtes Omen für unsere Polenreise. Beeilung ist angesagt, den gleich werde ich abgeholt und ein schneller Kaffee für die müden Geister muß auch noch sein.
Das Wetter meint es gut mit uns. Für das verlängerte Wochenende ist strahlender Sonnenschein und Temperaturen über 25° vorher gesagt. Aber eigentlich ist das Wetter ja egal, auf unserem Programm steht das Hohlgangsystem mit seinen Panzerwerken.
Die Fahrt nach Borzym dauert eine gefühlte Ewigkeit. Je näher wir unserem Ziel kommen desto kleiner und verlassener werden die Straßen. Zum Glück findet das Navi seinen ihm vorgegeben Weg.
Unsere Herberge hatte auch schon bessere Zeiten gesehen. Diente sie in den Jahren der Bautätigkeit am FFOWB doch als Baubüro. Der Zahn der Zeit hat seine Spuren hinterlassen. Aber das ist uns egal. Wir haben kein Hotel gebucht. Die Zimmer sind schnell aufgeteilt und bezogen. Schnell noch eine kleine Einweisung welche Panzerwerke wir in den Abendstunden besichtigen werden und dann geht es nochmals los. Wir verlassen unsere Herberge und machen uns auf den Weg in den Nordabschnitt.
Die ersten beiden Panzerwerke wollten sich nicht von uns entdecken lassen. Malerisch gelegen an einem See. Eigentlich sollte man bei dem Wetter dort baden gehen. Wir aber gehen mit unserer Ausrüstung vollbepackt stoisch am See vorbei und steuern missgelaunt die nächsten Ziele an. Wir wollen, nein wir müssen heute noch unbedingt Beton sehen.
Bei der Werkgruppe Ludendorff ist es dann soweit. Meterdick mit Stahl armierter Beton, wohin auch das Auge blickt. Panzerwerk reiht sich an Panzerwerk. Die "wilde Horde" stürzt sich mit ihren Kameras auf die Bauwerke und bannt alles was vor das Objektiv gelangt auf den Speicherchip.
So findet der Tag doch noch ein glückliches Ende. Die Sonne beginnt schon im Westen unter zu gehen. Zufrieden mit dem erreichten Tagesziel geht es zurück in unsere Unterkunft.
Zurück in unserer Bleibe. Dort steppt inzwischen der Bär. Nach uns, ist noch eine Reisegruppe vom DRK eingetroffen. Scheinbar wird hier der Katastropheneinsatz nach einer Vollversammlung geübt.
Unsere Kehlen sind inzwischen staub trocken. Wie freuen wir uns auf ein kleines kühles Bier. Man hört es förmlich auf der Zunge zischen, als die ersten Gläser geleert werden. Zum Abendessen tischt uns die Anna landestypische Spezialitäten auf. Hungrig schlagen wir zu. Die laue Nacht lädt zum verweilen ein. Lange noch sitzen wir drausen und erzählen von den Erlebnissen des Tages. Wissend das der Schlaf kurz sein wird. Denn morgen geht es wieder früh los...

Fortsetzung folgt...

"Auf zur Festungs-Front-Oder-Warthe-Bogen" bei Twitter speichern "Auf zur Festungs-Front-Oder-Warthe-Bogen" bei Facebook speichern "Auf zur Festungs-Front-Oder-Warthe-Bogen" bei Mister Wong speichern "Auf zur Festungs-Front-Oder-Warthe-Bogen" bei YiGG.de speichern

Stichworte: - Stichworte bearbeiten
Kategorien
Reiseberichte , U-Verlagerungen

Kommentare