Seit Jahrzehnten tut man sich in Menden schwer mit diesem Erbe. Eine Aufarbeitung des Geschehens rund um „Schwalbe 1“ fehlte bislang. Im Juli 1944 gab Projektleiter Edmund Geilenberg im „Grünen Haus“ des Steinbruchs persönlich das Startsignal. In weniger als einem Monat verdoppelte sich daraufhin die Einwohnerzahl der Gemeinde Lendringsen, Strafgefangene und Zwangsarbeiter mussten unter Lebensgefahr die Stollen in den Kalkstein sprengen.
In ihrem Buch „Kein Düsenjägersprit aus Schwalbe 1“ wird erstmals der „Dorsch-Bericht“ von 1947 zitiert, die Straf- und Arbeitserziehungslager vorgestellt und die noch vorhandene Stollenanlage und die geplante Funktion in perfekt ausgeleuchteten Farbfotos präsentiert.
Eine ähnliche Verlagerung mit der Baustellenbezeichnung „Schwalbe V“ gab es im ostthüringischen Berga an der Elster.
Interessierte sind recht herzlich zum Vortrag eingeladen. Der Geschichts- und Forschungsverein Walpersberg e.V. bittet um Voranmeldung unter Tel.: 036424 784616 oder über die Webseite des Vereins www.walpersberg.com Der Eintrittspreis beträgt 4 Euro.
Weitere Informationen:
- www.plbg.de/zeitung/03-2011/schwalbe.htm
- www.derwesten.de/staedte/balve/gefangene-gruben-stollen-in-die-felsen-des-hoennetals-id6224636.html
- www.derwesten.de/staedte/altena/schwalbe-1-flugbenzin-aus-dem-steinbruch-id4610448.html
- www.derwesten.de/staedte/plettenberg/geheimprojekt-schwalbe-1-id4867481.html
- http/www.plettenberg-lexikon.de/bergbau/mk/schwalbe1/schwalbe.htm


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